Digitalisierung: Breitbandoffensive gestartet
LINZ/OÖ. Österreich soll bis 2030 flächendeckend mit festen und mobilen Gigabitanschlüssen versorgt sein. Die Bundesregierung will die Digitalisierung weiter vorantreiben.

„Ob beruflich oder privat – heutzutage braucht man in fast jeder Lebenslage schnelles und stabiles Internet. Für immer mehr Tätigkeiten, wie Homeoffice-Anwendungen, Home-Schooling, Filmstreaming, etc. ist eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung erforderlich und dafür braucht es die notwendige Infrastruktur. Bis 2030 soll daher in Österreich flächendeckend jeder Haushalt mit einem Gigabitanschluss versorgt sein. Jeder Euro, den wir in digitale Infrastruktur investieren, ist eine Investition in unsere Zukunft“, so der Staatssekretär für Telekommunikation Florian Tursky.
Spitzenreiter Oberösterreich
Seit 2015 hat die Bundesregierung über die Breitbandförderung des Bundes Meilensteine erreicht, durch die erste „Breitbandmilliarde“ wurde der Breitbandausbau in 1.399 Gemeinden für rund 1,1 Mio. Personen erreicht. Dadurch wurden Investitionen von insgesamt 2,5 Mrd. Euro ausgelöst. Oberösterreich war dabei Spitzenreiter an geförderten Projekten, 425,9 Mio. Euro flossen in das Bundesland.
Breitbandturbo gezündet
Nun wurde der „Breitband-Turbo“ gezündet um die Chancen der Digitalisierung mit der zweiten Breitbandmilliarde zu nutzen. Im Rahmen der zweiten Breitbandmilliarde investiert die Bundesregierung bis 2026 insgesamt zusätzliche 1,4 Mrd. Euro. Der erste Fördercall ist im März gestartet und ist der Größte, den es je gab. Die ersten Projekte werden im August präsentiert.
Gründung der Breitband OÖ
„Schnelle und zuverlässige Datenverbindungen sind nicht erst seit der Corona-Krise ein Grundbedürfnis der oberösterreichischen Bevölkerung und werden immer mehr zum Erfolgsfaktor für ganze Gemeinden und Regionen. Deshalb ist der Netzausbau auf Basis der zukunftssicheren und beständigen Glasfasertechnologie unser zentrales Anliegen. Mit der Gründung der BBOÖ unterstreichen wir das einmal mehr“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.
„Herausforderungen und Chancen beim Breitbandausbau“
Beim Breitbandausbau gibt es auch einige Herausforderungen zu meistern, weiß Martin Wachutka, Geschäftsführer der BBOÖ: „Einerseits steigen die Tiefbaukosten für den Ausbau. Andererseits brauchen wir auch Unterstützung durch die Gemeinden. Unser Ziel ist es, eine Flächendeckung zu erreichen.“ Durch die Möglichkeit von Mitverlegungen – die man ganz leicht auf www.bbooe.at anmelden kann - kann es beispielsweise zu einer Kostenersparnis kommen und auch bei der Bekanntmachung der Ausbaupläne können die Gemeinden unterstützen.
Wachutka wünscht sich beim Ausbau österreichweite, einheitliche Standards. Um zu vermeiden, dass Gebiete blockiert werden, die dann womöglich doch nicht ausgebaut werden, fordert er eine zeitnahe Umsetzung bei Anmeldung eines Ausbaus und bei Nichtdurchführung Sanktionen.
Notwendigkeit von öffentlichen Geldern
Die BBOÖ treibt den Breitbandausbau in ganz Oberösterreich großflächig voran. „Der weitere Ausbau ist nun abhängig von der Höhe der Förderungen. Wir möchten möglichst viele Gebiete mit ultraschnellem Internet versorgen“, so Thomas Matthey, ebenfalls Geschäftsführer der BBOÖ. Um die Einreichungen bestmöglich zu gestalten, wünscht er sich für die nächsten Calls eine etwas längere Vorbereitungszeit. Er unterstreicht besonders die Notwendigkeit von öffentlichen Geldern, um wirklich einen vollflächigen Ausbau zu garantieren. Das Ziel der BBOÖ ist eine nahezu 100-prozentige Flächendeckung.


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