Millionenförderung vom Bund für oö. Start-up-Inkubator
OÖ/LINZ. Knapp vier Millionen Euro erhält der oö. Start-up-Inkubator tech2b für die nächsten fünf Jahre vom Bund, zur Unterstützung der oö. Start-up-Szene. Eine Rekord-Förderzusage, wie Wirtschafts-Landesrat Achleitner hervorhebt.

„Unternehmensgründungen und insbesondere Start-ups bringen wichtige Impulse für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich: Denn jedes Start-up bedeutet ein neues Geschäftsmodell, ein neues Produkt oder eine neue Geschäftsidee und bringt so eine nachhaltige Blutauffrischung für die Wirtschaft. Umso erfreulicher, dass unser Start-up-Inkubator tech2b nun eine Rekord-Förderzusage vom Bund erhalten hat“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). „In den Unternehmen, die das Inkubationsprogramm von tech2b durchlaufen haben, arbeiten heute mehr als 1.200 Menschen. Acht von zehn Unternehmen, die mit Unterstützung von tech2b in den vergangenen fünf Jahren gegründet wurden, sind auch heute noch am Markt aktiv.“
3,74 Millionen für OÖ
Als Teil des AplusB-Inkubatoren-Netzwerks unterstützt tech2b Technologie-Start-ups mit hohem Wachstumspotenzial in Oberösterreich. Vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wurde eine neue fünfjährige Förderperiode für das AplusB-Programm mit einem Volumen von insgesamt 17,3 Millionen Euro ausgeschrieben. Davon holte tech2b eine Rekord-Förderzusage in Höhe von 3,74 Millionen Euro nach Oberösterreich.
Überzeugt hätten die Vergabe-Jury auch die Schwerpunktsetzungen von tech2b. „Darüber hinaus ist der Jury besonders die Vision von tech2b in Erinnerung geblieben: ‚Wir glauben daran, dass die Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit von Start-ups kommen. Das wollen wir mit unserer Erfahrung und dem AplusB Programm unterstützen‘“, erklärt Tanja Spennlingwimmer, Leitung für Entrepreneurship, Intellectual Property und Deep Technologies Austria Wirtschaftsservice GmbH.
Intensiv an Ausschreibung gearbeitet
„Das gesamte tech2b-Team hat in den letzten Monaten intensiv an der Ausschreibung gearbeitet. Wir freuen uns umso mehr, dass unsere Ideen, Vision und Schwerpunkte die Jury überzeugt haben und tech2b – auch im Hinblick auf die finanzielle Zusage - im absoluten Spitzenfeld aller AplusB-Zentren liegt“, zeigt sich tech2b-Geschäftsführer Raphael Friedl stolz.
Schwerpunkt Klima und Gründerinnen
Der Inkubator setzt verstärkt auf Themenschwerpunkte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Gründerinnen sowie auf klimarelevante Gründungsvorhaben: „Wir möchten Frauen mit Gründungsambitionen dabei unterstützen, ihre Ideen umzusetzen. Dabei können wir bereits einige Gründerinnen begleiten, die den Weg in die Selbstständigkeit erfolgreich gegangen sind, wie zum Beispiel femitale, AMB-technology oder hublz“, nennt Friedl Beispiele.
Weiters sollen Start-ups in Zukunft auch dabei unterstützt werden, nachhaltig zu planen und zum Beispiel Lieferketten nicht nur im Hinblick auf die Kosten, sondern auch von menschenrechtlichen und ökologischen Standpunkten aus zu betrachten: „Als tech2b betrachten wir das Thema Nachhaltigkeit aus zwei Perspektiven: Erstens, was kann tech2b aus der eigenen Unternehmensverantwortung für die Zukunft leisten? Zweitens fokussieren wir uns auf die Sensibilisierung unserer Start-ups, damit sie zukünftig einen bestmöglichen Beitrag für das Gemeinwohl leisten“, erläutert Friedl.
Schon 23 Bewerbungen
Bereits in der ersten Start-up-Ausschreibungsphase, die im Zuge der neuen Förderperiode geöffnet wurde, sind 23 hoch qualifizierte Bewerbungen bei unserem Inkubator tech2b eingegangen. „Das zeugt von einem großartigen Nährboden für innovative Ideen in Oberösterreich“, betont Wirtschafts-Landesrat Achleitner.
Mehr als 450 Start-ups begleitet
„Seit dem Start vor 20 Jahren hat tech2b mehr als 450 Teams bei der Konkretisierung ihrer Ideen begleitet und zur Gründung von rund 300 hochinnovativen Unternehmen beigetragen“, berichtet Achleitner.
Start-up-Highlights im Jahr 2022: tech2b-Alumni Storyblok holte im Mai ein Investment von 43 Millionen Euro. Airmate, ein tech2b-Start-up, gewann das Finale im Danube Cup 2022 - ein internationaler Pitch-Wettbewerb mit sieben Universitäten, vier Länder, 14 Teams. Und das tech2b-Alumni Vereinsplaner verkündete nach seinem TV-Auftritt bei einer bekannten Investorenshow das Investment durch zwei Investoren.
Über tech2b
tech2b unterstützt, begleitet und beschleunigt die Entwicklung von innovativen technologie-, design-orientierten sowie medizintechnischen Gründungsvorhaben in OÖ. Die Realisierung der Projekte erfolgt in Kooperation mit Hochschulen wie der Johannes Kepler Universität Linz, der Fachhochschule OÖ und der Kunstuniversität Linz sowie durch die Unterstützung der weiteren Gesellschafter Business Upper Austria und Wirtschaftskammer OÖ und zahlreichen weiteren Partnern und Investoren.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden