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LINZ. Der Gründungskonvent der neuen Digital-Uni, die in Linz entsteht – das Institute of Digital Sciences Austria (IDSA) -steht fest. Die neun Mitglieder wurden am Donnerstag von Wissenschaftsminister Martin Polaschek und Landeshauptmann Thomas Stelzer (beide ÖVP) in Linz präsentiert, gemeinsam mit dem weiteren Fahrplan für die Uni.

Bildungsminister Martin Polaschek und Landeshauptmann Thomas Stelzer im Landhaus in Linz, am Donnerstag präsentierten sie den Gründungskonvent des IDSA. (Foto: Land OÖ/Werner Kerschbaummayr)

Nach der Sicherstellung der Finanzierung und der Fixierung des Errichtungsstandorts - Tips hat berichtet - wird das Gründungskonvent des IDSA seine Arbeit aufnehmen.

„Der Bund übernimmt die dauerhafte Finanzierung aller erwachsenden Verpflichtungen in Forschung und Lehre. Die Errichtungskosten werden ab dem Studienjahr 2023/24 von Bund und Land gemeinsam getragen. Der Finanzierungsbeitrag des Landes umfasst 50 Prozent der Errichtungskosten der für die Zwecke der Universität erforderlichen neu zu errichtendem Gebäude samt Neben- und Außenanlagen. Ab dem Endausbau im Studienjahr 2036/37 sollen der Universität jährlich 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden“, erläutert Wissenschaftsminister Polaschek.

Errichtet wird die Uni beim Science-Park der JKU.

Das sind die neun Mitglieder

Die neun Mitglieder des Gründungskonvents sind

  • Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien
  • Helmut Fallmann, CEO der Fabasoft AG
  • Martin Hitz, stellvertretender Institutsvorstand des Instituts für Informatik-Systeme an der Universität Klagenfurt
  • Dieter Kranzlmüller, Professor für Informatik am Lehrstuhl für Kommunikationssysteme und Systemprogrammierung an der LMU München
  • Claudia von der Linden, Vizerektorin für Digitalisierung und Change Management der TU Graz
  • Christopher Lindinger, Vizerektor Innovation und Forscher an der JKU Linz
  • Johanna Pirker, Institute of Interactive Systems and Data Science, TU Graz
  • Christina Rami-Mark, Geschäftsführerin der Mark Metallwarenfabrik GmbH,
  • Katja Schechtner, AIT-Aufsichtsrätin

Die Mitglieder wurden vom Wissenschaftsministerium, vom Land OÖ, vom Klimaschutz-Ministerium sowie FWF und FFG nominiert. Sie würden eine „kreative Mischung an Kompetenzen repräsentieren. Sie werden diese Universität auf einen sehr guten Weg bringen“, so Polaschek.

Gründungsrektor finden

Eine erste zentrale Aufgabe dieses Gründungskonvents wird die Auswahl einer Gründungsrektorin oder eines Gründungsrektors sein. „Nach der Ausschreibung für das Amt bis Ende September wird bis Ende 2022 das Hearing und Anfang 2023 die Wahl durch den Gründungskonvent stattfinden“, so Polaschek. Anschließend daran könne man die Suche nach ersten Professoren starten.

„Mutiges Signal“

„Die neue Uni erblickt mehr und mehr das Licht der Welt, es geht zügig voran – seit der ersten Ankündigung ist aus meiner Sicht sehr konsequent an der Umsetzung gearbeitet worden“, freut sich Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Wir werden seitens des Landes OÖ weiterhin alles tun, gemeinsam mit dem Ministerium den Konvent zu unterstützen, sodass mit Herbst nächsten Jahres auch die ersten sichtbaren Angebote gemacht werden. Die JKU wird mithelfen, die Gründung zu begleiten, bis die Uni auf eigenen Beinen steht und in eigenen Gebäuden wirken kann.“ Er freue sich, dass das Projekt auch in schwierigen Zeiten vorangetrieben werde, „ein mutiges Signal der Bundesregierung und des Landes“, der den Standort Österreich und Oberösterreich gut weiterentwickeln werde.

6.000 Studierende im Vollausbau

Im Vollausbau 2036/37 soll über 6.000 Studierenden ein Studienangebot im Bereich der Digitalisierung und Transformation geboten werden. Ausgehen werde sich der geplante Start im Herbst 2023, weil man sich der Möglichkeit verkürzter Verfahren zur Bestellung der Professoren bediene, so Minister Polaschek.

SPÖ fordert mehr Transparenz

SPÖ-Klubvorsitzender Michael Lindner fordert mehr Transparenz und kritisiert, dass eine für Oktober zugesagte Planungsenquete verschoben worden sei. „Damit die neue TU ein Erfolg wird, müssen alle Kräfte gebündelt werden. Es müssen rasch alle Stakeholder an einen Tisch kommen, um offene Fragen klären zu können. Planungen im Elfenbeinturm sind hier fehl am Platz“, so Lindner.

NEOS: Konvent müsse unabhängig sein

Für die NEOS ist essenziell, „dass der Gründungskonvent jetzt unabhängig und frei von politischen Einflüsterungen arbeiten kann“, sieht Klubobmann Felix Eypeltauer ebenfalls intransparente Prozesse. Bei offenen Fragen hoffe er nun auf den Gründungskonvent.


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