OÖ. Tourismus-Branche blickt optimistisch in die Wintersaison
OÖ. Oberösterreichs Tourismus-Branche blickt optimistisch auf die anstehende Wintersaison 2022/23. Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner rechnet mit 2,5 Millionen Nächtigungen (Rekord bisher: 2,9 Millionen). Oberösterreichs Skigebiete würden mit familiärer Atmosphäre, großer Vielfalt, gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Services wie Online-Ticketing, guter Erreichbarkeit und Familien-Angeboten punkten.

Der Sommer ist vorüber, die Tourismus-Bilanz ist erfreulich. Nach dem Einbruch 2020 und einer leichten Erholung 2021 gab es heuer 4,7 Millionen Nächtigungen im Sommer in OÖ, somit fast wieder auf Rekordniveau von 2019.
Mit ein Grund für den Optimismus im Hinblick auf den Winter: eine aktuelle market-Studie, die das Potenzial an Wintersportlern in OÖ, Wien und NÖ auslotet. Dies habe sich seit dem Vorjahr auf 32 Prozent verdoppelt. Die Studie „Winterpotenziale 2022/23“ der Österreich Werbung ortet auch im Ausland große Reiselust. Rund 17 Millionen Personen planen Winterurlaube in Österreich, sieht Landesrat Achleitner „ungeheures Potenzial“.
Ein Wintertourist gibt laut Achleitner im Schnitt 110 bis 120 Euro täglich aus. „Ein Euro Seilbahngeschäft löst sieben Euro in der Region aus“.
Positive Entwicklung bei Mitgliedsbetrieben und Nachwuchs
Bundessparten-Obmann Tourismus- und Freizeitwirtschaft Robert Seeber verweist ebenfalls auf die gute Stimmung in der Branche mit knapp 10.000 Betrieben in OÖ. Zudem steige die Zahl der Mitgliedsbetriebe. Auch die Beschäftigung liege auf Vorkrisenniveau, 2.000 zusätzliche Beschäftige aber würden aktuell noch gesucht. Positiv: die Entwicklung bei den Lehrlingen. Von August 2021 auf August 2022 hat sich die Zahl der Lehranfänger in OÖ um 31,7 Prozent von 267 auf 357 Jugendliche erhöht.
Fokus in Werbemaßnahmen
In den Werbemaßnahmen setzt der OÖ Tourismus einen Schwerpunkt auf Deutschland, Tschechien und den Niederlanden sowie Wien und Niederösterreich“, erläutert Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus. Die sieben Snow & Fun Skigebiete, die vier Tourismusverbände Dachstein Salzkammergut, Pyhrn-Priel, Traunsee-Almtal und Böhmerwald sowie der Oberösterreich Tourismus bündeln ihre Kräfte für einen gemeinsamen Marktauftritt. Unterstrichen wird bei den Werbemaßnahmen gerade in Wien und Niederösterreich die gute Erreichbarkeit und kurze Anreise.
Rupert Schiefer, Vorstand und Geschäftsführer der Skiregion Dachstein West und der OÖ Seilbahnholding, verweist zudem auf den neuen Auftritt unter der Marke „Dachstein West – Natürlich im Salzkammergut“, bei der die Region mit acht Orten im Salzkammergut und dem Salzburger Tennengau in die Wintersaison startet, „eine einzigartige länderübergreifende Kooperation“, freut er sich.
„Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis“
In puncto Corona sehen die Branchenvertreter keine Probleme, „wir sind vorbereitet, können reagieren, glauben aber nicht, dass es nötig wird“, so Schiefer. Er verweist zudem auf das Angebot verschiedenster Kartentypen, die auch in Zeiten der Teuerung Winterlust schaffen würden. „Wir haben auch keine dynamischen Preise je nach Auslastung, unser Preis-Leistung-Verhältnis ist unschlagbar gegenüber anderen Gebieten. Was viele auch nicht wissen: Kinder fahren bei uns bei Schulskikursen in Zusammenarbeit mit dem Land gratis.“
Der Trend jedenfalls gehe noch oben, auf die Berge, Somme wie Winter, „die Stimmung ist sehr positiv.“


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