Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ/LINZ. SPÖ-Landesparteivorsitzender Michael Lindner wurde am Donnerstag im OÖ. Landtag als neues Mitglieder der Oö. Landesregierung angelobt. Er folgt Birgit Gerstorfer nach.

  1 / 4   Landesrat Michael Lindner wird vom Musikverein seiner Heimatgemeinde Kefermarkt, Familie, Freunden und Wegbegleitern willkommen geheißen (Foto: Land OÖ/Margot Haag)

Lindner wurde die Ressortverantwortung für die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Kinder- und Jugendanwaltschaft, den Jugendschutz, den Tierschutz, die verwaltungspolizeilichen Agenden sowie für die SP-geführten Gemeinden in Oberösterreich übertragen.

Lindner bat in seiner Rede um eine konstruktive und vom Wettstreit um die besten Ideen getragene Zusammenarbeit: „Als Landesrat suche ich das Gespräch auf Augenhöhe und lade alle Bürger ein, aktiv daran mitzuwirken, dass alle Menschen in Oberösterreich eine gute Zukunft haben. An großen Herausforderungen, die es dabei zu meistern gilt, besteht aufgrund der zahlreichen Krisen kein Mangel.“

Kampf gegen Kinderarmut

Einen klaren Arbeitsschwerpunkt sieht Lindner im Kampf gegen die Kinderarmut: „Die Teuerung verschärft auch die Kinderarmut. Das ist in jedem einzelnen Fall ein Skandal, den es nicht geben dürfte. Darum setze ich mich für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein, mit der wir die Kinderarmut abschaffen werden. Für einen Sozialdemokraten kann es keine edlere Aufgabe in unserem Land geben. Ich will eine starke Stimme gerade für diejenigen sein, die im Land Oberösterreich nicht, oder zu wenig gehört werden.“ Ziel der Kindergrundsicherung sei es, dass jedes Kind unabhängig von der Einkommenssituation der Eltern, alle Chancen habe. Lindner will im Kampf gegen Benachteiligung vor allem auf Beteiligung setzen: „Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendanwältin will ich Oberösterreich zum Vorzeigebundesland in Sachen Kinderrechte und der Beteiligung junger Menschen an den politischen Entscheidungen machen. Ich stehe für ein aktives Oberösterreich, das allen dient. Dementsprechend breit gefächert sehe ich meine Rolle als Landesrat - die Mitbestimmung und das aktive Zugehen auf Augenhöhe, insbesondere auf die jungen Menschen in diesem Land, wird meine große Linie sein“, skizziert der frisch gewählte Landesrat seine Ziele.

Bekämpfung sozialer Ungleichheit 

Als zentrale Anliegen seines Ressorts bezeichnete Lindner die Bekämpfung der zunehmenden sozialen Ungleichheit, der gesellschaftlichen Spaltung und nicht zuletzt der wachsenden regionalen Ungleichheit durch die infrastrukturelle Ausdünnung des ländlichen Raums: „Hier geht es um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Darum will ich die oberösterreichischen Gemeinden beim Umstieg auf erneuerbare Energieträger unterstützen und die Förderungen des Gemeinderessorts für klimafreundliche Projektumsetzungen ausbauen“, so Lindner.

Dank an Gerstorfer

Abschließend bedankte sich Lindner bei Landesrätin a.D. Birgit Gerstorfer für ihr mehr als sechsjähriges Engagement als Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung: „Der Ausbau an Betreuungsangeboten speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen, zusätzliche Angebote und Ausbildungsformen in der Altenbetreuung oder auch die Schaffung zusätzlicher Frauenhausplätze in Oberösterreich tragen ganz maßgeblich deine Handschrift.“

Gerstorfer, die am Mittwoch aus der Landesregierung ausschied, verfolgte die Landtagssitzung am Donnerstag als Gast mit.

Stelzer hieß Lindner willkommen

 „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit auf Landesregierungsebene und lade zu einem konstruktiven Miteinander im Sinne unseres Landes und seiner Menschen ein“, hieß Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) Lindner willkommen. Dies sei bisher bereits gut gelungen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden