Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Ö/OÖ. Am Montag streiken die Eisenbahner, auch im Handel gibt es bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen kein Vorankommen. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) hat der Teilgewerkschaft GPA eine Streikfreigabe erteilt. Sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde zu keinem akzeptablen Ergebnis kommen, werde es am 2. und 3. Dezember Warnstreiks geben, teilt die GPA mit.

Landstraße Linz - Archivfoto (Foto: Volker Weihbold)
Landstraße Linz - Archivfoto (Foto: Volker Weihbold)

Für rund 430.000 Angestellte und Lehrlinge in Österreich wird der neue Kollektivvertrag verhandelt. Die letzten Verhandlungen am 22. November haben nach fast elf Stunden mit einer Unterbrechung geendet.

Das aktuelle offizielle Angebot der Arbeitgeber liege laut Mitteilung der Gewerkschaft bei vier Prozent Gehaltserhöhung und einer Einmalzahlung in Höhe von drei Prozent. „Ein solches Angebot ist für die Handelsangestellten angesichts der momentanen Teuerung nicht annehmbar“, so die Chefverhandlerin der GPA Helga Fichtinger. Das sei eine Mogelpackung, denn vier Prozent dauerwirksame Gehaltserhöhung und drei Prozent Einmalzahlungen würden rechnerisch zwar sieben Prozent ergeben, jedoch die dauerhafte Wirkung seien nur vier Prozent auf das Gehalt.

Die modifizierte Forderung der Gewerkschaft liegt bei plus 8,5 Prozent mit einem Mindestbetrag in Höhe von 200 Euro, was für niedrigere Gehaltsgruppen ein Gehaltsplus in der Höhe von elf Prozent bedeute.

Betriebsversammlungen: Beschluss für Warnstreiks

Am 24. und 25. November wurden die unterbrochenen Betriebsversammlungen im Handel während der Arbeitszeit wieder aufgenommen. „Die Beschäftigten sind wütend und enttäuscht, dass gerade sie so lange auf ein respektables Gehaltsplus warten müssen“, so der Vorsitzende des GPA Wirtschaftsbereichs Handel, Martin Müllauer.

Er sieht ein „respektloses Arbeitgeberangebot“. Und weiter: „Warnstreiks für den 2. und 3. Dezember 2022 wurden fast ausnahmslos einstimmig beschlossen, sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde zu keinem akzeptablen Ergebnis kommen.“

Trefelik: fünf plus drei Prozent

Laut WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik sei „gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung einen Verhandlungstermin für kommenden Dienstag fixiert. Nur die genaue Uhrzeit wollten wir gemeinsam morgen Montag vereinbaren.“

Das Angebot der Arbeitgeber liege seit letzter Woche, Dienstag, am Tisch, teilt Trefelik weiters mit: „Eine Erhöhung um acht Prozent, die sich aus fünf Prozent Erhöhung auf die kollektivvertraglichen Mindestgehälter plus drei Prozent abgabenfreie Teuerungsprämie zusammensetzt.“ Er sieht eine Blockadehaltung der Gewerkschaft und appelliert, ernsthaft zu verhandeln, statt Eskalation zu suchen und Streiks vorzubereiten.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Feuerwehr fordert nach Dauer-Waldbrand-Jahr mehr Mittel vom Bund

Feuerwehr fordert nach Dauer-Waldbrand-Jahr mehr Mittel vom Bund

Ö/OÖ. Rund 55.000 Feuerwehrmitglieder standen laut Bundesfeuerwehrverband heuer bei etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbränden im Einsatz. Nach ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Oberösterreichs KMU bleiben zuversichtlich und wollen investieren

Oberösterreichs KMU bleiben zuversichtlich und wollen investieren

OÖ/LINZ. Trotz hoher Kosten, Bürokratie und geopolitischer Unsicherheiten blickt Oberösterreichs Mittelstand mehrheitlich zuversichtlich nach ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Regeln für Asylwerber in Oberösterreich werden gesetzlich verankert

Regeln für Asylwerber in Oberösterreich werden gesetzlich verankert

OÖ/LINZ. Oberösterreich hat mit der Einführung der OÖ Hausordnung, der Sachleistungskarte oder auch verpflichtenden Grundregel- und Orientierungskursen ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Pensionistenverband OÖ übt Kritik an Pflegestrategie „Betreuungsarchitektur 2040“

Pensionistenverband OÖ übt Kritik an Pflegestrategie „Betreuungsarchitektur 2040“

OÖ. Oberösterreich steht bis zum Jahr 2040 vor einem tiefgreifenden demografischen Wandel. Das Land OÖ hat dazu die Pflegestrategie „Betreuungsarchitektur ...

Tips - total regionalBrandstetter Olivia
Oberösterreich und Ostbayern setzen auf KI im Tourismus

Oberösterreich und Ostbayern setzen auf KI im Tourismus

OÖ. Wohin bei Regen, welches Ausflugsziel hat geöffnet und was passt zu den eigenen Interessen? Die neue digitale Reisebegleiterin „Freeda“ ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Raiffeisenbank: Klaus Ahammer aus dem Salzkammergut bleibt Obmann der Geschäftsleitervereinigung

Raiffeisenbank: Klaus Ahammer aus dem Salzkammergut bleibt Obmann der Geschäftsleitervereinigung

SALZKAMMERGUT/LINZ. Klaus Ahammer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Salzkammergut, bleibt Obmann der Geschäftsleitervereinigung der ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge