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Land Oberösterreich unterstützt neue Hundestation im Linzer Tierheim mit 300.000 Euro

Tips LogoAnna Fessler, 12.02.2024 15:54

LINZ. Vergangenen Juli war das Linzer Tierheim am Kapazitäts-Limit angelangt, im November 2023 wurde mit dem Bau einer neuen Hundequarantäne-Station begonnen. Die Stadt Linz schießt 33.000 Euro zu, Tierschutz-Landesrat Michael Lindner (SP) gab am Montag, 12.02.2024 bekannt, dass das Land OÖ über drei Jahre mit insgesamt 300.000 Euro unterstützen wird.

Landesrat Michael Lindner beim Besuch im Tierheim Linz. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)
Landesrat Michael Lindner beim Besuch im Tierheim Linz. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

In der Regierungssitzung wurden die Mittel für das Jahr 2024 – also 100.000 Euro – freigegeben. Mit der neuen Hundequarantäne-Anlage erweitert das Linzer Tierheim seine Kapazitäten und verbessert die Bedingungen bei der Aufnahme von Hunden. Die neue Station verfügt über vier abgetrennte Boxen und einen eigenen Desinfektionsraum, wodurch das Verbreitungsrisiko infektiöser Erkrankungen deutlich reduziert wird.

Oberösterreichischer Ausbauplan für mehr Kapazitäten im Tierschutz

In Oberösterreich wird derzeit bekanntlich an einer Neufassung des Hundehaltegesetzes auf Landesebene gearbeitet. Landesrat Lindner geht davon aus, dass es durch die verschärften Regelungen mittelfristig auch mehr Kapazitäten für Hunde in den Tierheimen brauchen wird. Lindner hat daher bereits einen Ausbauplan für mehr Tierheimplätze in Auftrag gegeben.

„Mir ist bewusst, dass die Tierheime schon jetzt an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten. Gerade im Jahr 2023 waren größere Tierabnahmen durch die Behörden notwendig. Die Unterbringung dieser Tiere musste von den Tierheimen und Tierverwahrern neben der alltäglichen Aufnahme von Fund- und Abgabetieren geschultert werden. Wichtig ist daher, dass der Tierschutz auch in Zukunft die nötigen Ressourcen erhält, um bei Hundeabnahmen rasch einen richtigen Platz zu finden – dafür werde ich mich weiter einsetzen!“, so der Tierschutzlandesrat.

Teuerungsausgleich für Tierheime

Im Dezember wurde auf Lindners Initiative ein Teuerungsausgleich in der Höhe von 104.000 Euro für Oberösterreichs Tierheime beschlossen. Die Gelder wurden ergänzend zur Landesförderung ausbezahlt. Einen Appell richtet Lindner an alle, die sich überlegen, ein Haustier anzuschaffen: „Hunde brauchen ausreichend Platz zum Bewegen, sie müssen gut erzogen und trainiert werden. Außerdem unterschätzen viele Menschen die Kosten, die ein Haustier mit sich bringt – Futter oder tierärztliche Behandlungen sind nicht kostenlos. Haustiere haben sich eine liebevolle und tierlebenslange Betreuung verdient!“

In dieser Sache ist sich der SP-Tierschutzlandesrat mit dem Linzer FP-Tierschutzstadtrat, Michael Raml, einig. Auch Raml appelliert immer wieder an die Bevölkerung, sich die Haltung von Haustieren gut zu überlegen, da diese viel Zeit und Geduld erfordere: „Bedauerlicherweise unterschätzen das immer noch zu viele Menschen und geben ihr Tier ins Tierheim ab, weil sie überfordert sind. Das führt dazu, dass die verfügbaren Kapazitäten des Tierheimes schnell ausgeschöpft sind.“ 

Auch lesen: Linzer Tierheim am Limit


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