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WIEN/OÖ. Das Verfahren für den Erhalt der Rot-Weiß-Rot-Karte soll beschleunigt werden, das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft will dazu ein Pre-Check Register einführen. In Oberösterreich gabs seit der Reform 2022 ein kräftiges Plus bei der Zahl der ausgestellten Karten.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (Archivbild) (Foto: BKA/Florian Schrötter)
Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (Archivbild) (Foto: BKA/Florian Schrötter)

„Wir verfügen unter anderem mit der Rot-Weiß-Rot-Karte über ein sehr gutes Instrument für die gezielte Rekrutierung von Fachkräften aus Drittstaaten“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher. „Mit der geplanten Einführung eines Pre-Check-Registers zur systematischen Erfassung von Berufsqualifikationen in Mangelberufen setzen wir einen weiteren Schritt in Richtung Verfahrensbeschleunigung. Davon profitiert nicht nur das AMS, das bei der Ausstellung der Rot-Weiß-Rot – Karte weniger bürokratischen Hürden begegnet, sondern auch Fachkräfte aus Drittstaaten und Betriebe, für die Unsicherheiten und lange Wartezeiten reduziert werden. Insgesamt wird das auch zu einer Steigerung der Zahl der ausgestellten Rot-Weiß-Rot-Karten beitragen“.

Seit Reform 2022 signifikante Steigerung

Seit der Reform der Rot-Weiß-Rot-Karten 2022 hat sich die Zahl der ausgestellten Karten bereits erhöht – laut Sozial- und Integrationsressort des Landes OÖ gab es im Österreichschnitt von 2022 auf 2023 ein Plus von 31 Prozent (von 6.182 Karten im Jahr 2022 auf 8.079 Karten im Jahr 2023), in Oberösterreich sogar ein Plus von 63 Prozent (von 1.082 auf 1.761 Karten).

Hattmannsdorfer begrüßt Maßnahmen

Oberösterreichs Sozial- und Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) begrüßt die Maßnahmen: „Um unseren Wohlstand und Lebensstandard zu erhalten, werden wir gerade im Sozialbereich qualifizierte Fachkräfte brauchen. Mit der Rot-Weiß-Rot-Karte haben wir ein gutes Instrument, um qualifizierte Zuwanderung zu steuern. Einige unserer Forderungen zur Rot-Weiß-Rot-Karte wurden nun vom Arbeits- und Wirtschaftsminister aufgenommen, insbesondere die Einführung eines standardisierten Registers zur Prüfung von ausländischen Qualifikationen und die Senkung der Verfahrensdauer. Speziell im Pflegebereich braucht es in einem nächsten Schritt eine nationale Anwerbestrategie, hier ist vor allem der Sozialminister gefordert, ein drittes Pflegepaket mit diesem Schwerpunkt vorzulegen.“

 

 


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