Mit Daten aus OÖ und NÖ: Künstliche Intelligenz soll Brachflächen erheben
OÖ/NÖ. Das Klimaschutzministerium will Brachflächen – also verbaute, aber nicht genutzte Gewerbe- oder Industrie-Grundstücke - in Österreich identifizieren, unterstützt von Künstlicher Intelligenz (KI). Trainiert wird die KI von Daten aus der Brachflächenerhebung Oberösterreichs und Niederösterreichs.

In Oberösterreich und Niederösterreich wurde das Potenzial von Brachflächen mithilfe von landesweiten Brachflächenerhebungen sichtbar gemacht. „Brachflächen-Revitalisierung ermöglicht Betriebsansiedlungen ohne zusätzliche Bodeninanspruchnahme und ist daher ein zukunftsorientierter Weg, Ökonomie und Ökologie in Balance zu halten“, so Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP).
Der Bund nutzt diese anonymisierten Daten, um die Entwicklung einer österreichweiten Brachflächenpotenzialkarte mittels KI unterstützen zu können.
In Oberösterreich erhebt die Standortagentur Business Upper Austria seit 2018 alle drei Jahre brachliegende Objekte. 2021 lagen 277 Areale im Gesamtausmaß von 110 Hektar brach. Aktuell wird gemeinsam mit der FH OÖ und der DORIS_Gruppe beim Land OÖ die dritte Erhebung durchgeführt. Standortdatenbank: www.standortooe.at
Um einen Überblick über die in Niederösterreich vorhandenen Brachflächen zu erhalten, startete die nö. Wirtschaftsagentur ecoplus 2023 erstmalig eine niederösterreichweite Erhebung unter allen 573 Gemeinden. Mehr als 700 Standorte mit einer Gesamtfläche von rund 920 Hektar konnten identifiziert werden, die jetzt sukzessive analysiert und bearbeitet werden.
Nun bundesweite Erhebung
Das Klimaschutzministerium will in Zusammenarbeit mit dem deutschen Fraunhofer Institut und dem Umweltbundesamt bis Ende des Jahres eine bundesweit flächendeckende, KI-gestützte Identifizierung von Brachflächen aus Geodaten, Luft- und Satellitenbildern in Österreich umsetzen.
Business Upper Austria und ecoplus stellen die Daten ihrer Brachflächenerhebungen anonymisiert und kostenlos zur Verfügung.
„Brachflächenerhebungen waren bisher aufwändig und zeitintensiv. Wenn die KI-gestützte Brachflächenpotenzialkarte unseren Erwartungen gerecht wird, bekommen wir damit ein praxistaugliches Tool, das uns bei der täglichen Arbeit mit den Unternehmen enorm unterstützen wird und es in Zukunft einfacher macht, Industriebrachen wieder zum Leben zu erwecken“, betonen Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, unisono.


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