H2 Convention als Treffpunkt der Wasserstoff-Wirtschaft in Linz
LINZ. Der Industriestandort Oberösterreich und der Großraum Linz entwickelten sich Schritt für Schritt zur zentralen Drehscheibe für den Wasserstoff-Aufbau in Österreich und in Zentraleuropa, heißt es. Die Transformation hin zum grünen Energieträger Wasserstoff sei „der Marshallplan der Energiewende“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP). Von 26. bis 28. November findet dazu die H2 Convention in der Linzer Tabakfabrik statt.

Mit der größten Wasserstoff-Veranstaltung Österreichs, der H2 Convention, stärke Oberösterreich seine Rolle als Schlüsselregion in der europäischen Energiewende und bringe erneut Akteure aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft zusammen, heißt es von Seiten des Veranstalters.
Oberösterreich solle zur Drehscheibe für Wasserstoff werden, so Bürgermeister der Stadt Linz, Dietmar Prammer (SPÖ). Die Convention stelle dabei einen wichtigen Motor dar, um die Transformation der Energie- und Industriesysteme zu beschleunigen. „Wir gemeinsam gestalten eine klimaneutrale und zukunftsfähige Stadt“, so Prammer.
Dialog mit Bürgern
Für den Ausbau der Wasserstoff-Wirtschaft und die Transformation der Industrie brauche es auch den Dialog mit den Bürgern. Daher findet am 28.11. von 9 bis 15 Uhr ein umfassendes Schau- und Informations- programm für Studierende, Schulen und Interessierte mit einer H2-Ausstellung samt Schaustücken und Workshops in der Tabakfabrik Linz statt.
Oberösterreich als Vorreiter
Bereits heute befinden sich viele Projekte in der Umsetzung. Es handle sich schon lange nicht mehr um Forschungsprojekte. In den vergangenen Jahren wären schon viele Projekte realisiert und umgestezt worden, so Alexander Kirchner, Mitglied des Vorstands der Energie AG. „Wir investieren gezielt in die notwendige Infrastruktur wie dem Wasserstoff-Startnetz zwischen Linz und Sattledt. Zudem fördern wir nachhaltige Kooperationen, von Industriepartnerschaften bis hin zur Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie dem neuen H2-Forschungszentrum in Wels, das am 1. Oktober 2025 eröffnet wird“, so Kirchner.
Auch die weiteren Träger der Convetion, der Verbund und die Linz AG, setzen bereits Projekte um. Die Themen würden von der Versorgung erster Abnehmer mit Überschuss-Wasserstoff aus Linz in einem Gemeinschaftsprojekt mit Bosch bis zur Entwicklung des Energieparks Asten reichen, so Linz AG-Generaldirektor Erich Haider.
„Um Klimaneutralität zu erreichen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Wasserstoff-Transformation in Industrie und Wirtschaft schneller und in größerem Maßstab erfolgen“, sagt Susanna Zapreva, Mitglied des Vorstands der Verbund AG. Mehr als die Hälfte der Projekte zu Wasserstoff würden derzeit in China umgesetzt werden, so Zapreva. Günstiger Strom sei dabei ein wichtiger Faktor, um den Umstieg auf Wasserstoff als Energieträger gewährleisten zu können.
Standortvorteile
Landesrat Achleitner betont, dass Oberösterreich die besten Voraussetzungen habe, ein internationaler H2-Hotspot zu werden, zumal das Bundesland die notwendigen unterirdischen Wasserstoff- und Gasspeicher habe.
Eine gute Vernetzung von Erzeugung, Infrastrukturdienstleistern und Abnehmern sowie Forschungseinrichtungen sei zudem essentiell für die bedarsorientierte Planung und Umsetzung der Wasserstoffprojekte, heißt es. Bis 2050 soll die Klimaneutralität innerhalb der EU erreicht werden.
Wie Stefan Pestl von der Rag Austria AG erklärt, seien auch die gewonnene Unabhängigkeit und die endendwerdenden Ressourcen ausschlaggebend beziehungsweise Gründe für die Transformation. Außerdem könnten bereits bestehende Infrastrukturen, wie Pipelines, die mittlerweile nicht mehr mit Gas befüllt werden, weiterhin genutzt werden. Auch unterirdische Speicherräume wären davon betroffen.


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