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Oberösterreichs Industrie blickt mit zunehmender Sorge in die Zukunft

Tips LogoSteiner Christoph, 14.10.2025 11:30

LINZ. Die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich fordert von der Politik Maßnahmen, um die schlechte Lage in der Branche abzufedern. „Wesentliche Erfolgsbarrieren und Wettbewerbshemmnisse sind hausgemacht und könnten mit Konsequenz und gutem Willen rasch deutlich reduziert werden“, sagt der Spartenobmann Erich Frommwald.

Die Industrie stöhnt unter den bürokratischen Auflagen. (Foto: Photocreo Bednarek/stock.adobe.com)
Die Industrie stöhnt unter den bürokratischen Auflagen. (Foto: Photocreo Bednarek/stock.adobe.com)

Die Stimmung der heimischen Unternehmen ist ernüchternd. „Oberösterreichs Industrie blickt mit zunehmender Sorge in die Zukunft. Zwei Drittel sehen für die kommenden zwölf Monate schwarz. Für die kommenden zwei bis fünf Jahre sind es immer noch 56 Prozent. Damit hat sich der Ausblick der Industrie im Vergleich zum Vorjahr weiter verdüstert“, berichtet Paul Eiselsberg, Senior Research Director von IMAS International mit Verweis auf den Zukunftsmonitor 2030.

Herausforderungen

Auf die Frage nach den Herausforderungen im Arbeitsalltag werden von den Industrieunternehmen mit 60 Prozent klar die Bürokratie und die gesetzlichen Rahmenbedingungen genannt. Daher fordert die Sparte Industrie vehement eine konsequente Vereinfachung von Verfahren, klare Zuständigkeiten, digitale Lösungen sowie eine praxisnahe Deregulierung, damit Betriebe ihre Kräfte stärker auf Wertschöpfung, Innovation und nachhaltiges Wachstum konzentrieren können. An zweiter Stelle folgen mit 52 Prozent die hohen Kosten bzw. der Kostendruck, vor allem durch Personalkosten und Energiekosten. An dritter Stelle liegt mit 30 Prozent die Personalsituation, qualifiziertes und motiviertes Personal einsetzen zu können.

Fragt man zu den erwarteten Herausforderungen im Jahr 2030, ändert sich das Bild. Die Schwierigkeit, qualifiziertes und motiviertes Personal zu finden, nimmt mit 43 Prozent der genannten Herausforderungen Platz eins im Ranking ein. Gleich dahinter mit 35 Prozent folgt der Faktor „hohe Kosten und Kostendruck durch Personalkosten, Energiekosten“. Auf Rang drei liegt die Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit mit 32 Prozent.

Künstliche Intelligenz als Gamechanger

Große Hoffnung setzt die Industrie auf die Chancen durch Künstliche Intelligenz (KI). Die Sparte Industrie hat dazu mit der Initiative „KI*Transfer“ ein Programm gestartet. „Für uns gilt: Handeln statt reden. KI ist kein Einzelsport und die vielfältigen Herausforderungen lassen sich am besten meistern, wenn man anhand konkreter Problemstellungen voneinander lernt und Lösungen miteinander gestaltet. Mit ‚KI*Transfer‘ setzen wir ein starkes Signal für die praktische Anwendung von künstlicher Intelligenz in der heimischen Industrie“, betont Frommwald.


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