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Ganztägige Streiks bei Ordensspitälern in Oberösterreich

Tips Logo Steiner Christoph, 22.01.2026 13:22

OÖ/LINZ/BEZIRK. Die Beschäftigten der Ordensspitäler in Oberösterreich haben Donnerstagfrüh mit den angekündigten Streiks begonnen. Die nicht-ärztlichen Beschäftigten haben im Zuge der laufenden KV-Verhandlungen, die bislang zu keinem Ergebnis geführt haben, die Arbeit niedergelegt.  

Vor dem Linzer Landhaus wurde demonstriert. (Foto: Steiner)
Vor dem Linzer Landhaus wurde demonstriert. (Foto: Steiner)

Die oö. Ordensspitäler umfassen die Linzer Häuser Barmherzige Brüder, Barmherzige Schwestern sowie Elisabethinen, das Klinikum Wels-Grieskirchen, die Barmherzigen Schwestern Ried, die Franziskanerinnen Braunau und die Kreuzschwestern Sierning.

Für die drei Häuser in Linz hat es auch öffentliche Streikversammlungen gegeben, mit Marsch in der Innenstadt zum Landhaus. Die Gewerkschaft vida sprach laut OÖN von bis zu 600 Teilnehmenden, die Polizei von rund 500. 

Laut oö. Ordensspitäler streiken rund sechs Prozent

Wie es seitens der oö. Ordensspitäler zu Mittag heißt, nehmen nach aktuellem Stand oberösterreichweit rund sechs Prozent der nicht-ärztlichen Belegschaft am Streik teil. Wobei nicht gesagt werden könne, wie viele Beschäftigt in ihrer Freizeit teilnehmen.

„Diese Zahl zeigt deutlich, dass der überwiegende Teil dem Streikaufruf der Gewerkschaft vida nicht gefolgt ist. Die klare Mehrheit übernimmt somit auch heute Verantwortung und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Spitalsbetriebs.“

Die Auswirkungen für die Patienten hätten sich damit auf ein Minimum begrenzt. „Die Versorgung von Notfällen sowie stationären Patienten ist uneingeschränkt sichergestellt. Dafür möchten wir uns bei all jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich bedanken“, heißt es. 

Auch lesen: 117 geplante Operationen von Streik in Ordensspitälern OÖ betroffen

Lösung am Verhandlungstisch gefordert

Die Bereitschaft der oö. Ordensspitäler bleibe aufrecht, „den konstruktiven Dialog fortzusetzen und am Verhandlungstisch tragfähige Lösungen zu finden.“

Wie die Gewerkschaft vida online mitteilt, sei der Streik „die Konsequenz eines monatelangen Stillstands in den Verhandlungen“, so Martina Reischenböck, Verhandlerin der Gewerkschaft vida. „Gleichzeitig halten wir fest: Wir wollen verhandeln – und zwar ernsthaft.“

Die Gewerkschaft vida habe die Arbeitgeber schriftlich zu einer fünften Verhandlungsrunde aufgefordert. Eine Rückmeldung werde bis Montag, 26. Jänner, erwartet. „Ziel ist es, bis spätestens Ende Jänner erneut an den Verhandlungstisch zurückzukehren und möglichst zeitnah zu einem fairen und tragfähigen Ergebnis zu gelangen.“

Auch von den Ordensspitälern heißt es, dass diese kurz vor Streikbeginn am Donnerstag informiert worden seien, dass das Angebot, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, angenommen werde. 

„Es freut uns, dass auch die Gewerkschaft dazu bereit ist, den konstruktiven sozialpartnerschaftlichen Diskurs wieder aufzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dies bestätigt allerdings unsere Wahrnehmung, dass ein Streik von Seiten Gewerkschaft vida von Anbeginn der KV-Verhandlungen angestrebt wurde“, wird allerdings kritisiert. 


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