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OÖ. Der oö. Arbeitsmarkt zeigt sich im Februar 2026 stabil. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent liegt Oberösterreich unter dem Bundeswert von 8,3 Prozent. Während die Gesamtarbeitslosigkeit im Jahresvergleich um 1,5 Prozent zurückging, steigt die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen aber weiter deutlich an. Auch bei offenen Stellen und Lehrstellen zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen.

 (Foto: HelgaQ/stock.adobe.com)
(Foto: HelgaQ/stock.adobe.com)

Insgesamt zeigt sich der oberösterreichische Arbeitsmarkt im Februar 2026 stabil und weiterhin leicht rückläufig entgegen dem Bundestrend. Gleichzeitig bleiben große Herausforderungen bestehen.

Stellenbesetzungen zeigen sich laut AMS OÖ verstärkt im Hilfsbereich und bei den Arbeitskräfteüberlassern, Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand im Bereich Gesundheit und Soziales würden sich im niedrig qualifizierten Bereich zeigen.

„Nachwirkungen der Rezession spürbar“

„Die oberösterreichische Wirtschaft scheint sich stabilisiert zu haben, wiewohl die Nachwirkungen der langen Rezession noch immer spürbar sind. Dies zeigt sich vor allem daran, dass sich eine Reduktion der Langzeitbeschäftigungslosigkeit äußerst schwierig gestaltet. Dem gegenüber steht der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei 50-54-Jährigen Personen, bei Ausländern und bei Männern. Insgesamt ergibt sich daher für Oberösterreich die niedrigste Arbeitslosenquote aller Industriebundesländer und eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr“, fasst AMS OÖ-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt zusammen.

Auch lesen: AMS OÖ mit vorsichtigem Optimismus und Schwerpunkten Langzeitarbeitslosigkeit und Jungen

Mit einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent liegt Oberösterreich im Februar 2026 weiter unter dem österreichweiten Wert von 8,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Quote im Land leicht (2025: 6,4 Prozent), während sie bundesweit von 8,1 auf 8,3 Prozent anstieg.

Im Jänner 2026 lag die Quote in Oberösterreich bei 6,8 Prozent.

45.816 Personen als arbeitslos vorgemerkt

In absoluten Zahlen waren im Februar 2026 45.816 Personen beim AMS Oberösterreich als arbeitslos vorgemerkt. Bei den Männern sank die Zahl um 1.113 Personen (minus 3,9 Prozent) auf 27.546. Bei den Frauen stieg sie hingegen um 411 Personen (plus 2,3 Prozent) auf 18.270.

11.038 Personen befanden sich in Schulungen (Vorjahr (10.789).

Die Zahl der Beschäftigten lag bei 677.000. Gegenüber Februar 2025 (680.268) entspricht das einem Rückgang um 3.268 Personen oder 0,5 Prozent.

Deutlicher Anstieg bei Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Während die Gesamtarbeitslosigkeit leicht zurückging, zeigt sich bei der Langzeitbeschäftigungslosigkeit ein klarer Anstieg: 11.081 Personen sind davon betroffen – ein Plus von 1.930 Personen oder 21,1 Prozent.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl arbeitsloser Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (plus 3,1 Prozent auf 12.514).

Rückgänge zeigen sich dagegen unter anderem bei:

  • 25- bis 29-Jährigen (minus 5,0 Prozent),
  • 30- bis 39-Jährigen (minus 3,1 Prozent),
  • 50- bis 59-Jährigen (minus 3,3 Prozent),
  • Personen mit Pflichtschulabschluss (minus 5,6 Prozent).

Zugenommen hat die Arbeitslosigkeit bei Personen ab 60 Jahren (plus 12,1 Prozent) sowie bei Akademikern (plus 10,2 Prozent).

Industrie und Bau mit Rückgängen

Nach Branchen betrachtet zeigt sich ein differenziertes Bild. Deutlich weniger Arbeitslose gab es in der Herstellung von Waren (minus 10,1 Prozent) und in der Arbeitskräfteüberlassung (minus 7,7 Prozent). Auch im Bau ging die Zahl zurück (minus 2,7 Prozent).

Zuwächse verzeichneten hingegen der Handel (plus 4,9 Prozent) sowie Gesundheit und Soziales (plus 7 Prozent).

19.256 offene Stellen

Im Februar 2026 waren beim AMS OÖ 19.256 offene Stellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 653 Stellen oder minus 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch hier unterscheiden sich die Branchen: Im Verkehr stieg die Zahl der offenen Stellen um 20,1 Prozent, in der Arbeitskräfteüberlassung um 9,5 Prozent, im Bau um 3,9 Prozent.

Deutliche Rückgänge gab es hingegen im Handel (minus 12,2 Prozent), in der Beherbergung und Gastronomie (minus 20,8 Prozent) sowie im Bereich Gesundheit und Soziales (minus 25,7 Prozent).

Mehr Lehrstellensuchende sofort verfügbar

2.443 Lehrstellensuchende waren im Februar gemeldet. Davon waren 1.041 sofort verfügbar – das sind um 199 mehr als im Vorjahr (plus 23,6 Prozent).

Die Zahl der offenen Lehrstellen lag bei 4.522. Davon waren 1.280 sofort verfügbar – ein Rückgang um 356 Stellen (minus 21,8 Prozent).


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