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KRONSTORF. Die geplante Ansiedlung von Google in Kronstorf soll weit über die Gemeinde hinauswirken. Neben dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich erwarten auch die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, die Technische Universität für Digitale Transformation (IT:U) und die Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) Vorteile für Forschung, Lehre und den Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Bauarbeiten für das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf, das Oberösterreich als Technologiestandort stärken soll. (Foto: Volker Weihbold)

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner sieht in der Entscheidung von Google ein „starkes internationales Vertrauensvotum“ für Oberösterreich. Das Bundesland sei nicht nur ein bedeutender Industriestandort, sondern entwickle sich auch im Bereich moderner Technologien weiter.

„Die Ansiedlung in Kronstorf schafft nicht nur technologische Spitzenpositionen, sondern sichert konkret die Arbeitsplätze der nächsten Generation“, sagt Achleitner. Die Entscheidung stärke zudem die Rolle Oberösterreichs in der digitalen Transformation.

Hochschulen erwarten Vorteile

Für Wissenschaft und Forschung könnte vor allem die zusätzliche Rechenleistung und Speicherkapazität vor Ort von Bedeutung sein. JKU-Rektor Stefan Koch verweist darauf, dass diese für Forschung und Lehre im Bereich Künstliche Intelligenz von zentraler Bedeutung seien. Die Ansiedlung von Google erhöhe diese Verfügbarkeit und könne die internationale Sichtbarkeit der Universität weiter stärken.

Auch die IT:U sieht in dem geplanten Rechenzentrum einen wichtigen Baustein für die digitale Infrastruktur. „Entscheidend ist, dass technologischer Fortschritt auch für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich wird“, betont Gründungspräsidentin Stefanie Lindstaedt.

Zusammenarbeit besteht bereits

Die FH OÖ arbeitet laut Hochschulpräsident Michael Rabl bereits seit 2014 im Bereich Lehre mit Google zusammen. Anfang 2024 sei diese Kooperation weiter vertieft worden. Rabl erwartet sich durch einen Standort in Oberösterreich langfristig auch mehr Souveränität und Rechtssicherheit bei Daten und KI-Diensten.

Für die Spitzen der drei Hochschulen steht damit fest: Von der Ansiedlung in Kronstorf könnte der Wissenschaftsstandort Oberösterreich gleich mehrfach profitieren.


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