Legionellen in Kühlanlage im Bezirk Linz-Land entdeckt
LINZ/LEONDING. Im Zusammenhang mit dem Legionellenausbruch im Großraum Linz gibt es eine neue Spur: In einer Kühlanlage eines Gewerbebetriebs im Bereich Doppl/Haidfeldstraße in Linz-Leonding wurden Legionellen nachgewiesen. Die Bezirkshauptmannschaft (BH) Linz-Land hat Erhebungen aufgenommen und steht mit dem Unternehmen wegen notwendiger Desinfektionsmaßnahmen in Kontakt.

Seit Beginn der Häufung schwerer Lungenentzündungen sind insgesamt 31 Personen erkrankt. Drei Menschen sind verstorben. Vier Patienten befinden sich derzeit noch in stationärer Behandlung, einer davon wird intensivmedizinisch betreut.
Mehr als 190 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und Kühlanlagen wurden bisher gesammelt. Gut zwei Drittel davon wurden bereits vom Referenzlabor der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) untersucht. Die positive Probe aus der Kühlanlage wurde im Zuge dieser umfangreichen Untersuchungen festgestellt.
Infektion durch Wassernebel
Die Legionärskrankheit, auch Legionellose genannt, ist eine schwere und mitunter tödlich verlaufende Lungenentzündung. Die Bakterien können in Boden und Trinkwasser vorkommen. Gefährlich werden sie, wenn sie über fein zerstäubten Wassernebel in die Atemwege gelangen. Das Trinken von belastetem Wasser stellt laut den vorliegenden Informationen keine Gefahr dar, da die Bakterien im Magen unschädlich gemacht werden.
Besonders gefährdet sind unter anderem Raucher, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder chronischen Lungenerkrankungen.
Wasser nach längerer Pause ablaufen lassen
Um das Risiko einer Infektion zu verringern, sollte Wasser nach längeren Standzeiten, etwa nach einem Urlaub, vor der Verwendung aus den Leitungen ablaufen. Wichtig sind außerdem ausreichende Wassertemperaturen und eine regelmäßige Wartung der Installationen in Haus, Garten und Arbeitsstätte.








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