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OPPONITZ. Am Freitag, 15. Februar 2019, ist es endlich so weit: Dann stellt die gebürtige Wienerin Sascha Wittmann um 19 Uhr ihren Roman „Wie ich berühmt wurde“ in ihrer Wahlheimat Opponitz vor. Im Dachgeschoss des Gemeindehauses liest sie Szenen aus ihrem Debütroman.

Die Ottagkringerin hat in Opponitz eine zweite Heimat gefunden. Foto: W. Bichler
Die Ottagkringerin hat in Opponitz eine zweite Heimat gefunden. Foto: W. Bichler

Im Jahr 2005 haben die Besitzer der kleinen Holzhütte an der Kreuzung vom Weg zum Windberg und der Straße zum Buchenberg die Besitzer gewechselt. Es kamen Neue! Wiener! Sie renovierten, malten das Häuschen bunt an, ließen sich auch vom strengsten Winter nicht abhalten, nach Opponitz zu kommen.

Was die Wahl-Opponitzerin tut

Sie kamen – und kommen – nicht immer gemeinsam. Vor allem, wenn die Frau alleine da ist, fragt man sich, was sie hier eigentlich macht. Oft merkt man ihre Anwesenheit nur daran, dass das Auto neben dem Haus steht. Man hört nichts von ihr, man sieht sie nicht. Arbeitet sie am Plan zur Weltrevolution? Konstruiert sie die ultimative Bombe? Nein: Sie schreibt Texte für Literaturzeitschriften, Anthologien und einen Roman.

Anlehnung an Arthur Schnitzler

Genaugenommen schreib sie derzeit schon am dritten Roman. Der erste ist im Jahr 2017 im Hollitzer Verlag unter dem Titel „Wie ich berühmt wurde“ erschienen. Dass man beim Lesen oder Zuhören an Schnitzlers Reigen denkt, ist alles andere als Zufall. „Eigentlich geht“s weniger um Untreue, die war einfach nur praktisch, um eine Figur ins nächste Bild zu bekommen“, so die Autorin. „Im Prinzip ist es ein Seitenhieb auf die Wiener Bobo-Gesellschaft, auf die Kreativszene insgesamt, und – indem ich ein Teil davon bin – auch um Selbstverarschung.“ Das gesamte Interview findet sich im ePaper-Archiv unter https://www.tips.at/zeitung-epaper/?ausgabe=tips-ybbstal&id=29642#/2

Zum Inhalt

Der Maler Stephan Nemec führt lange Zeit ein unstetes Künstlerleben, bis ihn seine erste Einzelausstellung schlagartig bekannt macht. Allerdings weniger der Bilder wegen, sondern weil sich die Gäste der Vernissage eine Schlägerei liefern. In einer Rückblende reihen sich die Lebensgeschichten der Figuren vor ihrem Auftritt auf der Ausstellungseröffnung aneinander. Zehn Personen, fünf Paare. Wie bei Schnitzlers Reigen wird in jeder Szene ein Partner ausgetauscht – bis alle aufeinander treffen und es zum Eklat kommt. Zurzeit arbeitet die Ottakringerin an ihrem dritten Roman. Aller Voraussicht soll dieser 2020 erscheinen.


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