Wies'n-Stimmung in Zeiten der Wirtschaftskrise
SCHWERTBERG/LINZ. Ödön von Horvaths Volksstück Kasimir und Karoline in der Inszenierung der zweifachen Nestroy-Preisträgerin Susanne Lietzow feierte am 12. Oktober im Linzer Schauspielhaus eine umjubelte Premiere.

Schön ist so ein Ringelspiel - die Drehbühne dreht sich, über Distanzen finden die Darsteller zum Sprechen, Schweigen, unvermitteltem Brüllen. Das sozialkritische Volksstück spielt nach der Regieanweisung Horwáths „in unserer Zeit“. Rummelplatz-Atmosphäre steht in scharfem Kontrast zur trostlosen Wirtschaftslage. Kasimir, entlassener Chauffeur, und seine Braut Karoline streiten auf der Wies'n. Sie hatten sich beide ihren Besuch am Rummelplatz ganz anders vorgestellt. Karoline macht die Bekanntschaft von Herren, die ihr mehr Vergnügen bieten als Kasimir, der beständig die unpassendsten Momente für eine Versöhnung findet.
Ehemalige Schwertbergerin gestaltete die Kostüme
Das Publikum zeigte sich von Lietzows Inszenierung begeistert, dankte mit anhaltendem Applaus und Jubelrufen. Für die Kostüme zeichnete die bis vor einigen Monaten in Schwertberg beheimatete Bühnen- und Kostümbildnerin Marie-Luise Lichtenthal verantwortlich.


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