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GREIN. Am Donnerstag, 1. Oktober, um 20 improvisiert Gerhard Gruber, einer der wohl renommiertesten Stummfilm-Pianisten Europas, im Stadtkino Grein zum Stummfilmklassiker „Der letzte Mann“.

Stummfilmpianist Gerhard Gruber kommt in die Donaustadt. (Foto: Michel Löwenherz)
Stummfilmpianist Gerhard Gruber kommt in die Donaustadt. (Foto: Michel Löwenherz)

Der Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau gilt als Meilenstein in der Kinogeschichte und als Höhepunkt des deutschen Stummfilms. Es ist Anfang des 20. Jahrhunderts. Und der alte Portier des Hotels „Atlantic“ verdankt seiner Uniform sein Selbstwertgefühl und die Anerkennung: Vor der Drehtür des Hotels ist er stolzer Diener, der die Gäste begrüßt und zu Hause im Hinterhofmilieu ein viel bewunderter Mann. Doch eines Tages beobachtet der Geschäftsführer, wie schwer dem alten Portier das Hantieren mit den Koffern fällt: Er verbannt ihn daraufhin in den Keller, degradiert ihn zum Toilettenmann. In seinem Milieu wagt er nicht, den Abstieg einzugestehen. Als seine Tochter heiratet, stiehlt er die Uniform, um wenigstens hier den Schein zu wahren. Doch der Schwindel fliegt auf, er wird von seinen Hausbewohnern verlacht und gedemütigt, seine Verwandten wenden sich von ihm ab. „Der letzte Mann“ kommt fast vollständig ohne Zwischentitel aus und ist damit der erste Stummfilm, bei dem dies erfolgreich umgesetzt wurde.


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