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Bezirksjägermeister: "Professionelle Jagdausübung ist eine Notwendigkeit"

Leserartikel Margarete Frühwirth, 30.01.2017 06:54

PERG. Eindrucksvoll wurde der Bezirksjägertag am vergangenen Samstag von der Jagdhornbläsergruppe Machland eröffnet. Er stand unter dem Motto „Die Professionalität in der Jagdausübung“.

Der Bezirksjägertag wurde von der Jagdhornbläsergruppe Machland eröffnet.
Der Bezirksjägertag wurde von der Jagdhornbläsergruppe Machland eröffnet.

Bezirksjägermeister Ulf Krückl wies auf das Problem anonymer Angriffe in den sozialen Medien hin und übte auch Kritik an jagdfeindlichen Tierschutzorganisationen. Einzelne Fehlverhalten von Jägern dürften nicht toleriert werden, aber ebenso könne nicht die gesamte Jägerschaft denunziert werden. Um dem entgegenzuwirken, plädierte er für die Installierung eines Disziplinargerichtes. „Es braucht in Oberösterreich die Schaffung von Standesregeln und einen Ehrenkodex. Dem Gericht vorgeschaltet sein sollte ein Disziplinaranwalt, der Meldungen daraufhin prüft, ob die Standesregeln verletzt worden sind.“  Strafen bis hin zu einem zeitlich begrenzten Ausschluss aus dem Landesjagdverband wären vorstellbar. Es müsse auch gelingen, die Notwendigkeit einer professionellen Jagdausübung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Kräftige Unterstützung dafür fand er von Bezirksbauernkammer-Obfrau Rosemarie Ferstl und Landesjägermeister Sepp Brandmayr. „Die Jagd ist wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Wir werden eine Studie in Auftrag geben, welche Summen entstehen würden, wenn es die Jägerschaft nicht gäbe,“  sagte Brandmayr. Den Jägern kommt eine große Verpflichtung gegenüber der Natur zu, erwähnte auch Landeshauptmann Josef Pühringer in seiner Festrede: „Jagdausübung ist mehr als eine Passion, sie ist für die Gesellschaft mit hoher Verantwortung verbunden.“ Die Abschlussplanverordnung habe sich bestens bewährt und das Ergebnis der Novelle des Jagdgesetzes könne sich sehen lassen.

Zur Jagd im Bezirk:

Belegt wurde die vorbildliche Arbeit der insgesamt 1194 Jäger im Jagdjahr 2016/2017 durch die konsequente Erfüllung des Abschussplanes mit 99,4 Prozent. Von 4631 beauftragten Tieren laut Abschussplan wurden 4593 erlegt. Die häufig kritisierte Trophäenjagd hätte für die meisten Jäger keine Bedeutung betonte der Bezirksjägermeister. Ingesamt beträgt die Bezirksjagdgebietsfläche 60.385 Hektar.Die Begehung der Weiserflächen bringt laut Bezirksforstchef Matthias Lettner in den letzten drei Jahren sehr gute Ergebnisse. Im vergangenen Jahr haben 57 Jungjäger die Jagdprüfung erfolgreich bestanden.

Goldener Bruch

Im Mittelpunkt des Jägertages standen die Ehrungen und die Verleihung zahlreicher Auszeichnungen. 14 Jäger wurden mit dem „Goldenen Bruch“ für 50 Jahre aktive Jagdausübung ausgezeichnet. Zehn Jäger wurden für 60 Jahre geehrt, sieben Jagdhornbläser-Abzeichen verliehen.


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