Pergerin ging für soziales Praktikum nach Köln
PERG. Die Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Linz unterstützt ihre Schüler dabei, im Ausland Berufserfahrungen zu sammeln. Und so arbeitete die angehenden Diplom-Sozialbetreuerinnen für Familienarbeit Sabrina Gruber (19) aus Perg im Beatmungs- und Intensivpflegedienst für Kinder in Köln.

Sabrina Gruber möchte beruflich bald Menschen unterstützen und in schwierigen Zeiten für sie da sein. Deshalb absolviert sie die dreijährige Ausbildung zu Diplom-Sozialbetreuerin für Familienarbeit an der Caritas-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Linz. Die Ausbildung gliedert sich in Theorie und Praxis. Gemeinsam mit ihrer Schulkollegin Michaela Renauer aus Steyr ging es für sie jetzt im Rahmen eines Erasmus-Praktikums ins westliche Deutschland. „Wir haben uns für das Kinderhaus in Köln entschieden, weil es in Österreich keine Einrichtung in dieser Form gibt und uns dieser Bereich besonders interessiert. Das Kinderhaus ist ein Intensivpflege- und Beatmungsdienst für Kinder und Jugendliche, die schwerkrank oder schwerst beeinträchtigt sind und deshalb nicht zu Hause betreut werden können. Es kommen auch Kinder auf Kurzzeitpflege, damit die Eltern entlastet sind“, erzählen die Beiden.
Familiäre Atmosphäre
Das Kinderhaus ist in Form einer Wohngemeinschaft aufgebaut und bietet für die Babys, Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren eine familiäre Umgebung. Zusätzlich gibt es eine Kindertagespflege für ein- bis dreijährige Kinder. „Im Kinderhaus hatten wir vor allem die Aufgabe, uns mit den Kindern zu beschäftigen, ihnen das Essen anzurichten und ihnen die Windeln zu wechseln“, so die Schülerinnen. Auch in der angeschlossenen Therapiepraxis durften sie mitarbeiten und die Theorie aus der Schule gleich in der Praxis erproben. „Die Therapeutin war toll und sehr bemüht, uns so viel wie möglich zu zeigen und uns auch selbst arbeiten zu lassen. Meistens hatte sie ihren Therapiehund mit dabei. Dadurch haben wir auch viel über tiergestützte Therapie gelernt. Es war eine großartige Erfahrung und interessant, wie die Menschen auf den Hund reagiert haben“, erzählen die zwei 19-Jährigen, die ebenso bei Hausbesuchen, in Kindergärten, Schulen und Altenheimen dabei waren. „Die Kollegen haben uns offen und herzlich empfangen und wir haben uns schnell eingelebt. Dadurch war das Heimweh auch nicht so groß“, sagen die zwei Schülerinnen. Natürlich brachte das Praktikum auch einige Herausforderungen mit sich, wie beispielsweise den Umgang mit Eltern von Kindern, die in Fragen zur „richtigen“ Versorgung der Kinder unsicher waren. Die Caritas-Schülerinnen sind sich einig, dass sie sich von diesem Schulpraktikum nicht nur sehr viel für ihren späteren Beruf, sondern auch für sich persönlich mitnehmen konnten: „Es ist eine Zeit, die wir nie vergessen werden.“
Mehr Infos
Am 15. Jänner, 17 Uhr gibt es in der Caritas-Schule am Schiefersederweg 53 in Linz einen Infoabend. Am 28. Februar findet von 9 bis 14 Uhr der Tag der offenen Tür statt. Nähere Informationen unter www.ausbildungszentrum-linz.at


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