Mobiles Hospizteam auch in Corona-Zeiten in Perg unterwegs

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Mag. Melanie Mai Mag. Melanie Mai, Tips Redaktion, 12.07.2020 10:44 Uhr

BEZIRK PERG. Wenn Heilung nicht mehr möglich ist, haben Menschen ganz besondere Bedürfnisse. Die Mitarbeiterinnen des Mobilen Hospizteams des Roten Kreuzes sind da, um Menschen auf ihrem letzten Weg professionell zu begleiten und ihnen Halt zu geben - auch in Zeiten von Corona.

Im Bezirk Perg sind seit über 15 Jahren 14 Mitarbeiterinnen zur Stelle, wenn Kranke oder deren Angehörige Hilfe benötigen. Ihre Kernaufgabe besteht darin, den Betroffenen bei größtmöglicher Lebensqualität und Selbstbestimmung, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mit Menschlichkeit wird alles darangesetzt, den Kranken ein würdevolles Leben bis zuletzt und ein Sterben zu Hause zu ermöglichen. Es geht um Unterstützung und Hilfestellungen in Zeiten, in denen Angst, Trauer und Verzweiflung den Alltag beherrschen. Das Team des Mobilen Hospiz kann die Trauer nicht nehmen, aber es kann versuchen dabei zu helfen, mit der Trauer umgehen zu lernen.

Sicherheit und Mut auf dem letzten Weg

„Grundvoraussetzung der Begleitung ist eine respektvolle Haltung, Wahrhaftigkeit mit den Kranken und das Eingehen auf deren Bedürfnisse,“ so Esther Moser, Leiterin des Mobilen Hospizteams im Bezirk Perg. „Auch die Angehörigen werden mit eingebunden, um die Menschen würdevoll aus dem Leben hinauszubegleiten. Besonders in der letzten Phase einer Erkrankung ist professioneller Beistand wertvoll und wichtig.“ Viele von den Freiwilligen aus dem Hospizteam haben persönlich schon ähnliche Erfahrungen gemacht und wissen deshalb ganz genau, was es in diesen Lebensphasen für alle Betroffenen braucht. Die Mitarbeiterinnen nehmen sich Zeit und sorgen für eine wertschätzende Atmosphäre, führen Gespräche, hören zu und sind da, um zu helfen. So vermitteln sie Sicherheit und geben Mut.

Neben der Lebens- und Sterbebegleitung ist auch die Trauerbegleitung ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Mobilen Hospizteams. Der Tod eines nahestehen Menschen verändert das ganze Leben. Er zwingt uns, innezuhalten und uns mit unseren Gefühlen auseinanderzusetzen. Unterstützung von außen kann in vielen Fällen hilfreich sein. Die Hospiz-Mitarbeiterinnen vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. So können Trauernde ihren eigenen, individuellen Trauerweg finden und fühlen sich in dieser Zeit nicht alleingelassen.

Beistand leisten

Um für diese besondere Aufgabe genug Kraft und Besonnenheit aufbringen zu können, müssen auch die Mitarbeiterinnen immer wieder in ihrem Tun gestärkt werden. Mit Angeboten wie Supervisionen oder anderen speziellen Fortbildungsnachmittagen können sie sich austauschen, Erlebtes für sich verarbeiten oder von den Erfahrungen der Kolleginnen lernen. Voll mit neuer Energie können sie sich dann wieder ganz auf die Bedürfnisse der Kranken und deren Angehörigen einlassen und den nötigen Beistand leisten. In den letzten Jahren wurde das Team zur Erbringung ihrer Leistungen von der VKB Perg finanziell unterstützt, welche damit zu einer wichtigen Stütze des Hospiz-Angebots wurde.

Die Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung ist für die Betroffenen kostenlos und kann auch in diesen von Corona geprägten Zeiten gerne in Anspruch genommen werden. „Die Mitarbeiterinnen des Mobilen Hospizteams sind betreffend der aktuell geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen geschult und auf deren Einhaltung entsprechend bedacht,“ ermutigt Esther Moser auch momentan jederzeit die Begleitung anzufragen.

Wegbegleitung für sich oder einen nahen Angehörigen, gibt es bei Esther Moser unter 07262/54444-28 bzw. esther.moser@o.roteskreuz.at

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