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Gemeinschaftsprojekt: Drei Vereine statten Bewohner von Ried/Riedmark mit neuer Ortstracht aus

Markus Hochgatterer, 25.08.2020 17:22

RIED/RIEDMARK. Mitglieder der Goldhaubenfrauen um Karin Rammer haben mehrere Jahre mit dem Gedanken gespielt, auch für Ried eine eigene Ortstracht zu entwerfen und setzten das Vorhaben mit Unterstützung der Ortsbauernschaft und der Landjugend in die Tat um. Die Ergebnisse können sich wahrlich sehen lassen.

  1 / 4   Trachtenpräsentation mit der Skyline von Ried im Hintergrund: Susanne, Rosa und Julia Gumplmayr flankiert von Johannes Scheuchenstuhl (li.) und Stefan Scheba. (Foto: Christian Spitaler)

Nach dem zunächst genau studiert wurde, welche Besonderheiten die jeweiligen Ortstrachten im Bezirk aufweisen war es im Frühjahr 2019 endlich soweit. Ein Team aus jeweils drei Mitgliedern der Ortsbäuerinnen, der Landjugend und der Goldhauben hat mit der endgültigen Ausarbeitung einer Alltagstracht und einer Festtracht begonnen.

„So viel Gemeinsamkeit wie nötig - so viel Individualität wie möglich“ als Credo

„Für uns stand fest, so unterschiedlich wir Frauen sind, so unterschiedlich soll auch das Dirndl jeder Trägerin sein. Unsere Tracht bietet daher so viel Gemeinsamkeit wie nötig, und so viel Individualität wie möglich. Wir haben uns aus diesem Grund bewusst dafür entschieden, die Farben und das Material des Dirndls nicht fix vorzugeben. Die Gemeinsamkeiten im Besonderen sind, der herzförmige Ausschnitt, die 4er Rückenteilung und die eigens angefertigten Metallknöpfe mit dem Symbol der Ähre. Ähren stehen für Bodenständigkeit, Reichtum, Vollendung und die Verbundenheit mit der Natur. Da es in Ried in der Riedmark noch viele bäuerliche Familienbetriebe gibt, haben wir uns für dieses Symbol entschieden“, erklären die Goldhaubenleiterinnen Herta Gusenbauer und Karin Rammer. Nachdem die Grundregeln für die Ortstracht festgelegt waren, wurde im Herbst der erste Nähkurs angeboten. Fünf Frauen haben sich der Aufgabe gestellt, das Dirndl unter fachkundiger Anleitung selbst zu schneidern. Einige Frauen überließen diese, zum Teil traditionelle, händische Näharbeiten, einer Schneiderin. So entstanden bis zum Frühjahr 2020 zahlreiche fertige Dirndln, sowie auch Gilets und Jacken für Männer.

Fotoshooting statt Präsentation bei Mostkost

Die offizielle Präsentation im Zuge der Mostkost im Mai – es folgt stattdessen ein Fotoshooting – musste coronabedingt abgesagt werden. Ebenso ein weiterer Trachten-Nähkurs. Interessenten können sich aber unter 0676/3006954 bei Karin Rammer vormerken lassen.


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