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Naarner Landwirte kritisieren: „Manchen Leuten ist das Gespür für die Natur abhandengekommen“

Markus Hochgatterer, 02.03.2021 11:45

NAARN. Gleichzeitig mit dem Frühjahrserwachen der Natur nimmt in den donaunahen Ortsteilen der Machlandgemeinde jährlich auch der Ausflugstourismus zu. Besucher aus nah und fern begeben sich im Augebiet auf die Suche nach Ruhe und Erholung, aber auch nach Schneeglöckerl oder Bärlauch – nicht immer zur Freude der Anrainer.

  1 / 2   Bürgermeister Martin Gaisberger (l.), Bezirksbauernkammer-Obfrau Rosemarie Ferstl (3.v.l.) und Vertreter der Naarner Ortsbauernschaft beim Tips-Lokalaugenschein im Ortsteil Staffling. (Foto: Hochgatterer)

Vor allem an Wochenenden bieten sich an den Rändern der Auwälder befremdliche Anblicke. Teilweise werden Autos einfach kreuz und quer in den Wiesen geparkt und dadurch Flurschäden angerichtet. Vom manchmal mehr oder auch weniger passenden Autoabstellplatz begeben sich Gäste dann oftmals fernab von offiziellen Wegen durch den Wald. Dass man nicht jeden Weg – auch wenn es sich vielfach um Privatbesitz handelt – absperren kann und soll, ist den betroffenen Anrainern bewusst, deshalb wollen diese nun verstärkt auf Aufklärung setzen. „Da kommen Leute aus allen möglichen Bezirken zu uns, weil sie Natur erleben wollen und dann tragen sie mit unverantwortlichem Handeln dazu bei, eben diese zu zerstören – das passt ja nicht zusammen. Ein wenig Hausverstand würde ja oft schon reichen, leider ist aber scheinbar manchen Leuten das Gespür für die Natur abhandengekommen. Wir Landwirte bemühen uns um nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen – nachhaltiges Handeln sollte man auch von Besuchern erwarten können“, appelliert Ortsbauernobmann Franz Prinz beim Tips-Lokalaugenschein im Ortsteil Staffling zu mehr Achtsamkeit. Kritik an Querfeldein-Wanderern übt etwa auch Jagdrevierleiter Johann Lugmayr-Lettner: „Wenn Gäste quasi keine Grenzen mehr kennen und bis Einbruch der Dunkelheit durch die Wälder marschieren, verlieren auch die Tiere zunehmend ihren Rückzugsraum.“ Um zumindest an den Waldrändern für Ordnung zu sorgen, prüft die Gemeinde Naarn nun unterschiedliche Maßnahmen. Dazu zählt laut Bürgermeister Martin Gaisberger neben dem Anbringen von Hinweisschildern und Verkehrstafeln auch die Errichtung einer befestigten Parkmöglichkeit im stark frequentierten Bereich bei Staffling.


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