„Von Menschenhand geschaffene Naturparadise“: Tag der Streuobstwiese soll Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft schärfen

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Farbenprächtige Natur-Oase: Karl Tremesberger und seine Lebensgefährtin Lisa Buder fühlen sich ebenso wie die jüngsten Hofbewohner im Obstgarten wohl. (Foto: Hochgatterer)
Markus Hochgatterer Markus Hochgatterer, Tips Redaktion, 04.05.2021 13:29 Uhr

BAUMGARTENBERG/OÖ. Um den Streuobstwiesen einen festen Platz im Bewusstsein der Bevölkerung zu geben, wurde heuer am 30. April zum ersten Mal – gemeinsam von Landwirtschaftskammer, Umweltdachverband und der ARGE Streuobst – der Tag der Streuobstwiese ausgerufen.

„Streuobstwiesen sind von Menschenhand geschaffene Naturparadiese mit großer ökologischer wie auch kultureller Bedeutung. Der letzte Freitag im April, wenn die Bäume in voller Blüte stehen, soll ab heuer jedes Jahr diese Orte der Biodiversität und der Obstvielfalt in die allgemeine Aufmerksamkeit rücken“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Die Obstgärten rund um die Bauernhöfe sind prägend für das Landschaftsbild in vielen Regionen Oberösterreichs – in Baumgartenberg etwa jene rund um den Englhof, die anlässlich des Tags der Streuobstwiese von Bauernbund-Bezirksobfrau Rosemarie Ferstl und OÖ. Jungbauern-Landesobmann Christian Lang für eine Freiluftpressekonferenz genutzt wurden. Angesichts der Tatsache, dass Bauern in Diskussionen rund um den Klimaschutz oft als Sündenböcke herhalten müssen, bekräftigten beide: „Wir sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung. Biodiversität und Landwirtschaft geht nur Hand in Hand. Mit nachhaltiger Bewirtschaftung erhalten wir die biologische Vielfalt auch für unsere Kinder und Enkelkinder.“

„Harte, aber lohnende Arbeit“

Dass die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen zwar harte Arbeit erfordert, diese sich aber lohnt, berichtete Gastgeber Karl Tremesberger, der 2019 den Bio-Hof seiner Eltern im Ortsteil Deiming und auch den zugehörigen Mostheurigen übernommen hat: „Hierbei ist natürlich vieles händisch zu machen, das dauert halt seine Zeit. Die Streuobstwiesen sind aber für unseren Hofbetrieb sehr wichtig – sie liefern uns einerseits Futter für die Tiere und andererseits auch wertvolles Obst, welches wir zu Most, diversen Säften und Lebensmitteln veredeln. Darüber hinaus bieten die Wiesen nicht nur Insekten, sondern auch unseren Hausschweinchen Lebensraum“, sagt der Absolvent der Höheren landwirtschaftlichen Bundeslehranstalt St. Florian, dem nun einige stressige Tage ins Haus stehen. So werden nach Ende des Lockdowns am Pfingstsamstag erstmals nach langer Pause wieder die Pforten des Heurigens geöffnet.

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