Leserbrief: "Gefährliches Überholen auf der B3"
MAUTHAUSEN. Tips-Leserin Christa Reisinger aus Mauthausen hat uns einen Leserbrief zum Thema „Gefährliches Überholen auf der B3“ zukommen lassen. Darin schildert sie unter anderem auch ihre Ängste auf dem Weg zur Arbeit, weil sie nicht selten gefährlichen Situation auf der B3 ausgesetzt ist.

Seit 16 Jahren fahre ich jeden Tag auf der B3 zur Arbeit. Ich habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass manche Autofahrer immer aggressiver auf der Straße unterwegs sind. Warum das so ist, entzieht sich meinem Menschenverstand. Mittlerweile fahre ich schon seit 13 Jahren einen VW Polo und muss feststellen, dass es für manche „PS-starken Autofahrer“ ein Ding der Unmöglichkeit ist, hinter so einem „PS-schwachen“ und kleinen Auto hinterherzufahren. Ich werde regelmäßig überholt. Und ich fahre sicher nicht zu langsam, sondern wo es erlaubt ist 100 km/h. Ich staune darüber, kann das aber nur damit abtun, dass es manche „PS-starken Autofahrer“ nicht mit ihrem Ego vereinbaren können, hinter so einem kleinen „Pfufferl“ hinterherzufahren. Das wäre ja noch das kleinste Problem an dem Ganzen. Der „Spaß“ hört sich für mich dann auf, wenn solche „Boliden“ glauben, dass ihnen die Straße gehört und auf Teufel komm raus alles überholt wird – ohne Rücksicht auf Verluste!
Lange habe ich meinen Ärger und auch Angst heruntergeschluckt, wenn ich wieder mal eine Vollbremsung machen musste, weil mir auf der B3 der überholende Gegenverkehr ganz knapp entgegenkam. Aber vor ein paar Tagen war dann das Ärger- und auch Angstlevel-Limit bei mir knapp erreicht, als ich beim Streckenabschnitt Höhe Feuerwehr Mauthausen von einem BMW Kombi – der die Sperrfläche samt Sperrlinie überfuhr und an einer Kolonne vorbeifuhr – rücksichtslos überholt wurde, obwohl der Gegenverkehr schon nahe sichtbar war. Auch am Tag darauf war bei mir eine Vollbremsung fällig, da ich ja noch länger am Leben sein will.
Vermutlich hätte ich auch diesen Ärger und diese Angst auch heruntergeschluckt, wäre am 17. Februar nicht wieder eine Frontalkollision mit einem Toten und drei Schwerverletzten auf diesem Streckenabschnitt (B3 Höhe Langenstein) passiert. Da dachte ich: „So kann“s nicht weitergehen.“ Ärger- und Angstlevel ist nunmehr übervoll!
Im Gespräch mit Bekannten und Freunden muss ich immer wieder feststellen, dass durch die Bank jeder berichtet, dass die B3 als sehr gefährlich empfunden wird. Jeder kann von einer gefährlichen Situation berichten. Ich glaube, es wäre an der Zeit, dass sich die zuständigen Behörden damit befassen, an gewissen Abschnitten Überholverbote oder Hinweisschilder aufzustellen, damit man wieder „beruhigter“ auf der B3 fahren kann und nicht jeden Tag hoffen muss, heil und unversehrt in die Arbeit zu kommen.
Leserbrief von Christa Reisinger aus Mauthausen


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