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Neue Ausstellung über Widerstandskämpfer Marcel Callo in St. Georgen an der Gusen

Claudia Brandt, 10.01.2024 11:26

ST. GEORGEN/GUSEN. Im Haus der Erinnerung in St. Georgen an der Gusen wird am Freitag, 19. Jänner, um 18 Uhr die Ausstellung „Marcel Callo – Opfer von Gusen II“ eröffnet.

Marcel Callo wurde als Zwangsarbeiter in St. Georgen an der Gusen zu Tode geschunden. (Foto: zVg)
Marcel Callo wurde als Zwangsarbeiter in St. Georgen an der Gusen zu Tode geschunden. (Foto: zVg)

Marcel Callo, ein junger Franzose, Pfadfinder und Mitglied der Katholischen Arbeiterbewegung, wurde zur NS-Zwangsarbeit eingezogen und 1943 in Thüringen zur Herstellung von Handfeuerwaffen gezwungen. Er kümmerte sich um seine Kameraden, gründete Sportgruppen, organisierte verbotene Gottesdienste und nahm mit in der Nähe inhaftierten französischen Kriegsgefangenen Kontakt auf. Es folgten Verhaftung, Gefängnis in Gotha, Hunger und erneut Zwangsarbeit sowie die Deportation ins KZ Gusen II. In der Stollenanlage „Bergkristall“ wurde er schließlich zu Tode geschunden.

Ausstellung läuft bis Mai

Nun haben das Gedenkdienstkomitee Gusen, die Bewusstseinsregion Mauthausen-Langenstein-St.Georgen/Gusen, die Marcel Callo Pfarre Linz und die Katholische ArbeiterInnnenbewegung gemeinsam eine Ausstellung über Marcel Callo initiiert, die am 19. Jänner um 18 Uhr eröffnet wird. Bei der Vernissage wird über das Leben von Marcel Callo informiert und es sind auch einige Widerstandslieder zu hören. Die Ausstellung ist bis Mai 2024 im Haus der Erinnerung zu sehen.


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