Christkindln der Landlerhilfe OÖ rückten wieder in die Ukraine aus
OÖ/BEZIRK PERG. Auch heuer machten sich im Advent wieder 52 Busse der Landlerhilfe OÖ auf den Weg, um Familien im Theresiental Weihnachtspackerl zu überbringen. Mit dabei waren auch wieder Helfer aus Münzbach und Saxen, die mit drei Bussen die gesammelten Geschenke und Hilfsgüter aus der Region überbrachten.

Lange vor dem Abreisetag wurden wochenlang in den oberösterreichischen Kindergärten und Pflichtschulen Vorbereitungen für diese Aktion getroffen. Im Bezirk Perg haben sich fast alle Pflichtschulen und teilweise auch Höhere Schulen an dieser Hilfsaktion beteiligt. Unter den fleißigen „Christkindln“ waren heuer auch wieder Dietmar und Matthäus Schwaighofer aus Saxen, Bernhard Slawiczek, Leopold Holzer sowie die Brüder Bernhard und Matthäus Ebenhofer aus Münzbach mit dabei. Insgesamt wurden von der Landlerhilfe mehr als 20.000 Weihnachtspackerl nach Königsfeld in der Ukraine transportiert. „Die fast 1.000 Kilometer lange Anfahrt wird beinahe jedes Jahr von kleineren oder größeren Hoppalas begleitet. Von einer Reifenpanne bis hin zum Verlust von Seitenspiegeln, aber auch Motor- und Achsschäden reicht die Vielfalt an Pannen“, berichtet Matthäus Ebenhofer aus Münzbach.
Hindernisse für Hilfskonvoian der ungarischen Grenze
„Die weltpolitischen Diskrepanzen verspürte man bereits an der ungarisch-ukrainischen Grenze. Die Schikanen der ungarischen Zöllner dauerten beinahe zehn Stunden und stellten somit unseren Hilfskonvoi vor die erste Geduldsprobe.“ Einmal in Königsfeld angekommen, nahm die Routine bei der inzwischen 23. Weihnachtsaktion ihren gewohnten Verlauf. Nach der Ankunft erfolgte die Friedenslichtübergabe in der griechisch-katholischen Kirche in Königsfeld mit anschließender Quartierübergabe. Zwei Tage lang war die gesamte Gruppe dann mit der Verteilung der Weihnachtspakete beschäftigt. Die Anwesenheit der Schüler ist an diesen Tagen immer beinahe bei 100 Prozent. Nach Berichten der Lehrkräfte soll dies nur beim Besuch vom österreichischen Christkindl so gut sein.
Hilfsgüter und Hilfsgelderan Bedürftige überbracht
Auch die örtliche Feuerwehr wurde mit Bekleidung und technischen Hilfsmitteln unterstützt. „Unsere Gruppe war auch Überbringer von Hilfsgeldern für in Not geratene Bürger bzw. auch ein junges Mädchen, das an den Rollstuhl gefesselt ist. Die finanziellen Hilfsmittel werden für wichtige Therapien aufgewendet“, erklärt Ebenhofer. Heuer haben auch Optiker Manfred Kroboth und Gemeindearzt Johannes Fürnhammer mit einer großen Anzahl an Brillen und Verbandsmaterial die Kriegsflüchtlinge im Land unterstützt. „Die Verabschiedung bei den Gastfamilien, aber auch beim Pfarrer Vasyl Deket, drückte wieder so manchem Teilnehmer an die Tränendrüse. Auch wenn wir uns in einem Land aufgehalten haben, wo der Krieg wütet, haben wir uns nie vor kriegerischen Gefahren fürchten müssen“, berichten die Helfer. „Die Bevölkerung ist immer dankbar, zuvorkommend und sehr gastfreundlich. Ihr Besitz ist extrem bescheiden und trotzdem bekommt man das Gefühl einer sehr herzlichen Willkommenskultur vermittelt.“
Für die Fahrt in die Ukraine stellten bei der diesjährigen Aktion die Firma Petschl Transporte aus Perg, die Firma Hödlmayr aus Schwertberg und die Firma Sigmund aus Münzbach die Busse zur Verfügung, wofür sich die Delegation herzlich bedankt.


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