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BEZIRK PERG. Das Internationale Menschenrechte-Symposium der Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen-St. Georgen rückt von 7. bis 10. November den Artikel sieben der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in den Fokus.

Anna Hackl (Foto: Juliane Beyerl)
  1 / 2   Anna Hackl (Foto: Juliane Beyerl)

Mit dem jährlich stattfindenden Internationalen Menschenrechtesymposium um den 9. November (Reichspogromnacht) will die Bewusstseinsregion gedenken und gleichzeitig dort hinschauen, wo Unrecht heute geschieht. Bei den vielen Veranstaltungen, Workshops und Vorträgen, die an jenen vier Tagen stattfinden, soll nicht nur in die Vergangenheit geschaut werden, sondern bewusst auch eine Brücke zu Menschenrechtsthemen der heutigen Zeit auf der ganzen Welt geschlagen werden. „Wir sind stolz, dass unser Baby so wächst und wir wieder ein umfangreiches Programm bieten können“, sagt Andrea Wahl, Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion.

Themenschwerpunkt

Jedes Jahr wird ein Artikel aus der Menschenrechtskonvention als Themenschwerpunkt gesetzt. 2024 steht unter dem Titel „Gleichheit vor dem Gesetz“. Wahl erklärt: „Wir beschäftigen uns mit den Formen der Diskriminierung von Frauen, im Alltag, im Beruf und in der Schule. Wir nehmen Rechtsradikalismus, aggressive Sprüche und Mobbing unter die Lupe und zeigen auf, wie Zivilcourage funktionieren kann.“ Ein Jahr lang hat das Organisationsteam an einem spannenden Programm gearbeitet. Auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer arbeiten wieder mit, damit die Veranstaltungen durchgeführt werden können. „Die Erarbeitung des Programms ist immer spannend. Vor allem, weil auch unter unseren Mitarbeitern jeder eine eigene Vorstellung von dem Thema hat. Im Programm versuchen wir immer, die Buntheit der Menschen einzubringen“, sagt Wahl. „Besonders freut uns, dass sich auch viele Schulen mit Workshops, Vernetzungstreffen und dem Jugendforum aktiv beteiligen“, sagt Thomas Punkenhofer, Bürgermeister aus Mauthausen, der sich gemeinsam mit den beiden anderen Vorstands-Mitgliedern Christian Aufreiter (Bürgermeister Langenstein) und Andreas Derntl (Bürgermeister St. Georgen/Gusen) beim Team für das Engagement bedankte.

Programm

Die Eröffnung findet am 7. November, um 18 Uhr, im Johann Gruber-Pfarrheim St. Georgen mit Grußworten von Prominenz aus Politik, Kirche und Gesellschaft statt. „Mach den Mund auf“ heißt es am 8. November, um 19 Uhr, im Donausaal Mauthausen mit der Rap-Band KGW3, Schüler aus Mauthausen, Ried und Luftenberg sind mit auf der Bühne. Am 9. November, um 15 Uhr, gibt es auch für die Kleinsten (ab drei Jahre) einen Programmpunkt. Das Kindertheater „Die dumme Augustine“ in der Mittelschule Mauthausen lehrt Kinder, an die eigenen Träume zu glauben. Lieder und Texte zum „Mensch-Sein“ bringen Andrea und Franz Froschauer am 9. November, um 20 Uhr, im Donausaal Mauthausen.

Weitere Highlights sind das Literaturfrühstück „Irgendwie anders“ am 10. November, um 10 Uhr, im Haus der Erinnerung in St. Georgen/Gusen, der Rundgang „Achmed. Ein Kind aus Mauthausen“ am 8. November, um 9 Uhr (Treffpunkt Schloss Pragstein) oder die Gedenkwanderung „Mühlviertler Hasenjagd“ am 10. November, um 13 Uhr, in Schwertberg. Dabei wird das Mahnmal eröffnet und Zeitzeugin Anna Hackl ist zu Gast. Weiters gibt es auch ein Online-Angebote, wie etwa den Workshop „Zivilcourage Training“ am 9. November. Infos/Anmeldung: www.menschenrechtesymposium.eu


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