Rundgang in Mauthausen gibt Einblicke in die Zeit nach der Befreiung des Konzentrationslagers
MAUTHAUSEN. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen lädt am Samstag, 11. Oktober, 10 bis 13 Uhr, zum Themenrundgang unter dem Titel „Mauthausen, unmittelbar danach: Was macht man eigentlich mit einem befreiten Konzentrationslager?“.

Anfang Mai 1945 befreiten Einheiten der dritten US-Armee rund 40.000 Gefangene aus den völlig überfüllten KZ-Lagern Mauthausen und Gusen. Nach erstem Schock und angesichts von Hunger, Schmutz und Enge galt es, großangelegte Hilfe zu etablieren.
Vor welchen Aufgaben und Herausforderungen standen die Befreier dabei? Tausende Gefangene waren in Folge der katastrophalen Zustände so geschwächt, dass sie trotz medizinischer Soforthilfe durch Sanitätseinheiten der US-Armee noch Wochen und Monate später starben.
Zugleich war das befreite Lager aber auch Ort der Beweissicherung für die Verbrechen der SS, deren Spuren es durch „War Crimes Investigation Teams“ möglichst rasch zu dokumentieren galt. Diesen und weiteren Schlaglichtern geht der Rundgang anhand von Fotos und anderen Dokumenten nach und rückt dabei die Perspektiven der Befreier und Helfenden in den Mittelpunkt.
Der wissenschaftliche Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, René Bienert, wird beim Rundgang referieren. Treffpunkt ist beim Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Anmeldung per Mail an education@mauthausen-memorial.org


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