Rotes Kreuz Perg ist auf der Suche nach Zivildienern
BEZIRK PERG. Mit der Entscheidung den neunmonatigen Zivildienst beim Roten Kreuz zu absolvieren, entscheidet man sich gleichzeitig für eine spannende Aufgabe innerhalb des Wohnbezirkes, die Sinn macht.

Jedes Jahr absolvieren mehr als 670 junge Menschen ihren Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz, rund 40 davon im Bezirk Perg. Die jungen Männer sind hauptsächlich im Rettungsdienst tätig. In ihren Einsätzen stärken Zivildiener ihre Teamfähigkeit, übernehmen Verantwortung und erlernen einen eigenständigen Beruf. Nach einer zweimonatigen Ausbildung gelten sie als vollwertige Rettungssanitäter. Zivildiener sind bei einem Drittel aller Rettungseinsätze des OÖ. Roten Kreuzes dabei und unverzichtbar, um flächendeckend rasche Hilfe zu garantieren. „Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch im späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst“, erklärt Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Kreisl.
Erfolgsmodell seit 45 Jahren
Das Engagement im Roten Kreuz verleiht Zivildienern zusätzlich die Fähigkeit, im Fall der Fälle richtig Erste Hilfe leisten zu können. Seit Februar 1975 bilden wir Zivildiener aus. Der demografische Wandel ist aber auch im Roten Kreuz angekommen. Es wird immer schwieriger, alle offenen Zivildienststellen zu besetzen. Und wenn Zivildiener fehlen, wird das österreichische Sozialsystem empfindlich teurer. „Zivildiener sind ein wichtiges Bindeglied in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe. Dank ihnen sind wir an 365 Tagen pro Jahr überall sofort zur Stelle. Zivildiener stärken die Qualität unseres Rettungssystems und leisten so einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft“, erläutert Bezirksrettungskommandant Christian Geirhofer.
Derzeit kann man an fünf verschiedenen Terminen als Zivildiener beim Roten Kreuz einrücken: im Jänner, April, Juli, September oder November. „Ich habe noch keine Minute meiner Zeit hier bereut“, so einer der Zivis. „Etwa die Hälfte der 48 Stunden, die ich wöchentlich an der Dienststelle verbringe, sitze ich im Rettungsauto. Die restliche Zeit erledige ich diverse Aufgaben im Haus. Aber was mir am meisten taugt: Es herrscht hier beim Roten Kreuz eine tolle, kollegiale Stimmung und so habe ich auch schon viele neue Freunde gefunden, mit denen ich mich auch privat gerne treffe.“


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