Den Zauber eines Malortes erleben
KATSDORF/WARTBERG. Im Sommer hat Eva Krieger eine Crowdfunding-Kampagne für die Realisierung eines Malortes in der Region gestartet. Inzwischen konnte die Katsdorferin das Projekt umsetzen. Im alten Bahnhofsgebäude in Gaisbach können sich kreative Geister nach Lust und Laune ausleben.

Eigentlich wollte Eva Krieger ihren Malort in Ried in der Riedmark einrichten. Dann hat sich eine noch bessere Location angeboten. Seit August hat sich die Sozialarbeiterin im ehemaligen Bahnhofsgebäude in Gaisbach (Wartberg) eingemietet. Dort bietet sie einen Malraum und einen Kreativraum an. Durch das erfolgreiche Crowdfunding-Projekt über Welocally konnte sich Krieger die Erstausstattung und vielerlei Einrichtungsgegenstände und zusätzliche Materialien finanzieren. Inzwischen wird das Angebot schon gut angenommen.
Kreativ sein in der Gruppe
Der Malort ist ein geschützter Raum, in dem das unbewertete Malen möglich ist. In der Geborgenheit der Gruppe malt jeder für sich. In der Mitte steht der Palettentisch mit seinen 18 Farben und den Pinseln, alles hochwertigste Materialien. Gemalt wird stehend an der Wand. Im Mittelpunkt steht das Malen aus purer Lust, das kreative Erleben. „Beim Malen nach Arno Stern geht es nicht um das Ergebnis und darum etwas Schönes oder etwa ein Kunstwerk zu schaffen. Es geht um das Erlebnis, den Prozess, um das Tun, um das Malen an sich“, erklärt Eva Krieger. „Und deshalb ist ein weiteres Merkmal, dass die Bilder und das Malen unkommentiert und unbewertet bleiben. Das Malen im Malort bedarf keiner Vorgabe, Interpretation oder Bewertung anderer. Die Bilder werden vertraulich und mit großer Sorgfalt im Malort aufbewahrt und gelangen nie nach außen.“
Kommen können Menschen in jedem Alter. Wer den Zauber eines Malortes einmal erleben möchte und sich kreativ austoben will, findet auf www.malort-farbenzeit.at das aktuelle Kursangebot.


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