"Ein Zuhause für die Seele": Wohnen ganzheitlich betrachtet
BEZIRK/PERG. Wohnen heißt nicht nur, dass man in seinen Räumen zu Hause ist. Die Wohnung oder das eigene Haus sollte vielen verschiedenen Bedürfnissen entsprechen und auch wirklich zu einem passen. Dabei sind nicht nur gestalterische Aspekte, sondern auch psychologische zu hinterfragen. Immobilienmakler Christian Knoll möchte gemeinsam mit Tips diesem Thema mehr Bedeutung geben.

„Ich möchte mit verschiedenen Experten auf die wohnpsychologischen Aspekte mehr eingehen. Immer wieder merke ich, dass Menschen mit ihrer Wohnsituation unzufrieden sind“, so Knoll im Tips-Gespräch.
Auf Einladung des Immobilienmaklers ist die aus Oberösterreich stammende Wohnpsychologin Barbara Perfahl nach Perg gekommen, um hier die ersten Inputs zu geben. Nach zehn Jahren Tätigkeit als Diplompsychologin im wissenschaftlichen Bereich und als Führungskraft hat Perfahl 2009 ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht: die Beschäftigung mit dem Thema Wohnen und Einrichten. „Dieses Thema begleitet mich seit meiner Kindheit. Meine liebsten Sonntagsausflüge waren die Fahrten zu den Häusern, die meine Eltern auf der Suche nach einem neuen Domizil besichtigten“, so die Wahlhamburgerin.
Beratung und Begleitung bei Entscheidungsprozess
Als Wohnpsychologin begleitet sie heute ihre Kunden beim Entscheidungsprozess, wenn es darum geht, wie ihre Wohnung oder ihr Haus ausschauen soll. „Viele Leute sind in einer Schleife und probieren nichts mehr aus“, so Perfahl. Die Unzufriedenheit muss aber nicht durch eine gänzliche Veränderung des Wohnumfeldes gelöst werden. Oft gehe es dabei nur um kleine Maßnahmen, die gesetzt werden müssen.
Im Gespräch werden Wünsche offensichtlich
Wenn man ein Einrichtungsproblem hat, nicht weiß, warum, aber dass man unzufrieden ist, dann kommt Barbara Perfahl ins Spiel. „Ich komme zu den Kunden nach Hause und wir schauen uns gemeinsam ihre Räume an. Wir besprechen deren Wünsche und Fragen. Gemeinsam finden wir im Gespräch heraus, was die Wohnbedürfnisse sind, und schauen auch in die Wohngeschichte der Kunden. Wir sammeln Ideen für die Wohnräume und wenn sie möchten, probieren wir neue Lösungen auch gleich aus“, erklärt die Expertin. In einem Ratgeber hat Perfahl ihre Erkenntnisse zusammengefasst. „Ein Zuhause für die Seele“ soll helfen, wenn man sich die ersten Fragen stellt, und auch Tipps geben, wie man mit kleinen Veränderungen zu Hause etwas verbessern kann.
Wesentlich ist dabei auch, wie sieht das Leben um die Person aus. „Die Leute haben oft Ideale, dabei entspricht das gar nicht ihren Bedürfnissen. Hier muss man nach der Ursache forschen.“
Wohn(t)raum sollte zur Lebenssituation passen
Auch Christian Knoll kennt diese Probleme seiner Kunden: „Es geht auch um unterschiedliche Lebensphasen. Was zu einem Zeitpunkt richtig ist, kann zu einem anderen ganz falsch sein. Es geht immer um die Lebenssituation.“
Oft ist eine Beratung der Wohnpsychologin Anstoß für die Kunden, etwas zu verändern z.B. nach dem Tod eines geliebten Menschen oder nach einer Trennung. „Wohnen hat auch mit dem Beziehungsleben zu tun. Das kann auch zu Konflikten führen. Ihre Tipps sind aber nicht unbedingt gestalterischer Form. Es kommt darauf an, was der Kunde wünscht. In vielen Fällen geht es in erster Linie darum, den Stein ins Rollen zu bringen. „Die Leute sagen dann oft. Ja, das ist spannend, weil darüber habe ich noch nie nachgedacht.“
Wer mehr über das Thema Wohnpsychologie lesen möchte,wir verlosen wir unter unseren Lesern online auch drei Exemplare von Perfahls Ratgeber.TIPS-Serie:
Gemeinsam mit Immobilien-Makler Christian Knoll und verschiedenen Partner-Firmen beleuchtet Tips in dieser Sonderrubrik künftig die Themen „Bauen & Wohnen“ von einer neuen Perspektive. Die wohnpsychologische Sicht soll dabei miteinfließen. Dabei wird das Augenmerk auf verschiedene Schwerpunkte gelegt.








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