Verein "DoNeubrücke" hält Fertigstellung einer neuen Mauthausener Donaubrücke bis 2024 für möglich
MAUTHAUSEN. Vor rund einem Jahr wurde die Initiative „DoNeubrücke –Zukunft für die Region“ ins Leben gerufen. Nun ist daraus ein Verein entstanden. Klar definiertes Ziel damals wie heute: Die politischen Entscheidungsträger in Ober – und Niederösterreich sollten möglichst rasch einen verbindlichen Beschluss für einen Neubau fassen.

Nachdem dieser Etappensieg rasch erzielt wurde, haben sich die Verantwortlichen neue Ziele gesetzt. Jetzt gilt es, die Realisierung dieses für die Region so essentiellen Infrastrukturprojektes möglichst zeitnah sicherzustellen. Während der jetzige Projektplan der Behörden eine Fertigstellung frühestens 2027 vorsieht, ist der Vorstand des neuen Vereins überzeugt, dass bei entsprechend professioneller Abwicklung eine Inbetriebnahme der neuen Brücke bereits 2024 möglich sei.
Hödlmayr: „Politiker haben Dringlichkeit erkannt, können aber nicht mehr bis 2027 warten“
„Vorerst möchten wir nochmals festhalten, dass wir nach der jahrzehntelangen Warteschleife wirklich froh sind, dass die verantwortlichen Politiker in Ober- und Niederösterreich jetzt die Dringlichkeit unseres Anliegens erkannt und rasche Entscheidungen Richtung Neubau getroffen haben“, betont Vereinsobmann Johannes Hödlmayr, Vorstand der Hödlmayr International AG. Den von den Behörden vorgelegten Zeitplan, der die ehestmögliche Inbetriebnahme der neuen Brücke 2027 vorsieht, beurteilen die Vereinsvertreter aber sehr skeptisch. „Wenn hier die neuen rechtlichen Möglichkeiten, die etwa eine verkürzte Umweltverträglichkeitsprüfung oder das Standortsicherungsgesetz bieten, anwenden, ist für uns die Fertigstellung der neuen Brücke bis 2024 nicht nur möglich, sondern angesichts der Dringlichkeit sogar zwingend notwendig“, so Hödlmayr. In diesem Zusammenhang wird von den Vereinsverantwortlichen auch auf den bereits präsentierten Zeitplan für ein mögliches neues Fußballstadion in Linz verwiesen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte dieses Projekt fertiggestellt werden.
Scheuchenegger: „Wollen uns aktiv einbringen“
Neben der Beschleunigung der juristischen Verfahren spielen aber natürlich auch die Verhandlungen mit den betroffenen Grundeigentümern eine wesentliche Rolle. Vor allem auf niederösterreichischer Seite verliefen diese bislang mehr als zögerlich. „Hier wollen wir uns als Verein aktiv miteinbringen. Unsere Initiative wird getragen von vielen Teilen der Bevölkerung. Dieses bestehende Netzwerk aus Unternehmern, Arbeitnehmern, politischen Verantwortlichen und Vertretern diverser Verein kann vielleicht in schwierigen Verhandlungssituationen konstruktiv an Lösungen mitwirken“, weiß Josef Scheuchenegger, Betriebsrat bei Engel Austria.
Vereinsgründung als klares Signal
Die Verantwortlichen der vormaligen Initiative planen, sich noch aktiver im Projekt zu engagieren. Zu diesem Zwecke wurde die bislang „lose“ Organisationsform einer Initiative nun in ein Vereinskonstrukt umgewandelt. „Als registrierter Verein mit mehr als 100 Mitgliedern besteht für uns die Möglichkeit, im notwendigen UVP-Verfahren Parteienstellung zu erlangen. Diese Möglichkeit für eine positive Mitgestaltung wollen wir in jedem Fall nutzen“, erklärt Vorstandsmitglied Karl Hasenöhrl die organisatorische Veränderung. Die begleitende Informationsarbeit zur neuen Donaubrücke wird bis zur Fertigstellung fortgesetzt. Nicht zuletzt wegen der durchaus schlechten Erfahrungen aus dem Jahr 2015. Hasenöhrl: „Auch damals wurde ein Neubau verkündet, von dem einige Monate später niemand mehr etwas wissen wollte. Wir haben daraus unsere Lehren gezogen und werden solange am Ball bleiben, bis das erste Auto über die neue Brücke rollt.“
Der Landflucht entgegenwirken
Für die Vereinsverantwortlichen steht außer Frage, dass sich jedes bei der Projektumsetzung gewonnene Jahr enorm positiv auf die Entwicklung der Region auswirken wird. Dies betrifft nicht nur die Unternehmen und pendelnden Arbeitnehmer, sondern die gesamte Bevölkerung in der Region. „Will man der vieldiskutierten Landflucht, verbunden mit all den negativen Begleiterscheinungen, Einhalt gebieten, muss für eine moderne und zukunftssichere Verkehrsinfrastruktur gesorgt werden. Die Bevölkerung in der Region hat sich dies einfach verdient“, betont Vereinsvorstand Helbich-Poschacher. Der Verein versteht es als seine Aufgabe, in dieser Frage einen Beitrag zur bestmöglichen Lösung für die betroffene Bevölkerung zu leisten.
Kostenlose Mitgliedschaft
Nähere Informationen zur kostenlosen Mitgliedschaft im Verein können unter der E-Mail-Adresse info@doneubruecke.jetzt angefordert werden.


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03.07.2019 19:44
Genau
Auch ich bin der Meinung, dass der Verein nur das wohl der Pendler vor Augen hat. Ehrlich. Echt jetzt! Wieso glaubt mir niemand???
02.07.2019 13:37
Brücke
ARRG! Seit die Transit-Pläne bekannt geworden sind, will diese Brücke niemand mehr. Anscheinend haben das noch nicht alle kapiert.
02.07.2019 13:39
Brücke
Ja da hast du völlig recht!
02.07.2019 13:08
Mitglieder
Bei uns ist der Betriebsrat durchgegangen und hat gesagt: Hier unterschreiben gegen den Stau! So kann mann auch hunderte Mitglieder gewinnen!
02.07.2019 12:45
öffentlicher Verkehr
Was ist mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs! Niemand wird etwas auf die Schiene verfrachten, wenn dauernd neue Straßen und Brücken gebaut werden. Bestehende Verkehrswege nutzen und öffentlichen Verkehr ausbauen!!!!
02.07.2019 12:41
Transitroute
Hallo! Die LKW und Wirtschafts-Lobby will sich hier mit öffentlichen Geldern eine schnellere Verbindung an die A1 gönnen! Aus Kreisen der OÖ-Landesregierung ist aber unter vorgehaltener Hand zu erfahren, das hier eine Schwerverkehstransitroute von Tschechien-S10-B3-B1-A1 über Graz bis Triest und Griechenland gebaut wird, da die geplante Linz-Ostumfahrung den Transit nicht alleine schlucken kann. Wer also keinen starken Schwerverkehr durch seine Gemeinde haben will muß gegen diese neue unnötige Brücke sein! Zudem müssten auf NÖ Seite viele Hektar Agrarland vernichtet werden!
02.07.2019 12:26
Brücke völlig unnötig
Wenn man bis 2024 eine Lösung des Problems will, muss dringenst die Mauthausner-Ampelkreuzung ordentlich an den Verkehr angepasst werden. Die Pläne dazu sind schon lange vorhanden. Ich habe sie selbst gesehen. Der neue Abbiege-streifen mag eine leichte Verbesserung bringen, ist aber nur Augenauswischerei! DEN STAU VERURSACHT NUR DIE KREUZUNG NICHT DIE BRÜCKE!