In Luftenberg werden durch neuartige Filtertechnik Ressourcen geschont
LUFTENBERG/ BAD ISCHL. Das Luftenberger Unternehmen Eder Mat Couture und ABZ Umwelttechnik Zierler aus Bad Ischl schaffen mit ihrer Kooperation eine neue Filtertechnik für mehr Umweltschutz und Ressourcenschonung.

„Einen ersten Versuch gab es bereits vor drei Jahren“ erinnert sich Gerhard Eder, Eigentümer der Eder Mat Couture GmbH. Mit dem Spezialisten für Mattenlösungen und einem rund um Abwassertechnik haben sich zwei Firmen gefunden, mit viel Know-how und Wissen in Fragen des Wasserrecyclings. Doch Anfangs wurde von beiden Firmen die Komplexität und Eigenheiten einer Waschstraße, die ausschließlich Matten reinigt unterschätzt, und erste Versuche schlugen fehl. „Dass sich trotz regelmäßiger Reinigung jedes Mal wieder jede Menge an Feinschmutz in der Matte ansammelt war klar, aber dass sich immer wieder solche Mengen an Eisenfeinstaub in einer Matte ansammeln, war nicht vorstellbar“ so Gerhard Eder. „Es wäre doch gelacht, wenn zwei oberösterreichische Innovationsbetriebe zu keiner Lösung kommen“, blickt Gerhard Eder zurück. Umwelt und Nachhaltigkeit haben bei beiden Unternehmen einen hohen Stellenwert und so wurde im Jahr 2019 das Projekt neu aufgerollt und erste Tests gestartet. Eder vertraute hier auf die Firma Zierler und ermöglichte einen Testbetrieb mit mehreren Adaptions- und Optimierungsanläufen. Über sechs Monate begleitete Eder die Entwicklungsphase mit den hausinternen Betriebstechnikern. Dieser Prozess sollte sich am Ende bewähren, denn der installierte Microdrehfilter (MDF) erzielt seither sehr gute Ergebnisse.
Chemie um 50 Prozent reduziert
Neben einer Qualitätssteigerung des Waschergebnisses werden pro Woche durch den neuen Magnetabscheider etwa fünf bis zehn Kilo Eisen aus dem Waschwasser gefiltert. Dieses Eisen und weitere Feststoffe mussten vorher durch sogenannte Komplexbildner in der Waschflotte gebunden werden, um ausgewaschen zu werden. Nun konnte der Einsatz von Waschchemie um 50 Prozent reduziert und enorme Mengen an Frischwasser eingespart werden. Der bei der Mattenwäsche anfallende nasse Schlamm wird nicht mehr in den Kanal abgeleitet, sondern getrocknet und komprimiert gesammelt. Dieser zu entsorgende Schlamm ist nun weitgehend frei von Eisen und das Volumen, der anfallenden Schlammmenge, konnte um gut ein Drittel reduziert werden. „Eder verpasste der Fußmatten-Waschstraße sinngemäß einen Mundschutz“, resümiert Harald Roth, Teamleiter der Instandhaltung bei Eder. Die Zusammenarbeit soll weiter fortgesetzt und intensiviert werden. „Die nächste Idee ist bereits im Kopf“, so Franz Zierler – Geschäftsführer von ABZ Umwelttechnik.


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