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Sicherheitsmängel am Bahnhof lösen erneut Diskussionen aus: SPÖ fordert nun Ministerin zum Handeln auf

Markus Hochgatterer, 06.05.2021 15:57

BAUMGARTENBERG. In der Machlandgemeinde Baumgartenberg, dem zweitgrößten Schulstandort im Bezirk, befinden sich zu Stoßzeiten über 200 Schüler dicht aneinandergedrängt auf einem schmalen Bahnsteig zwischen den Gleisen. Gemeindevertreter drängen auf eine rasche Behebung dieses Sicherheitsrisikos – die SPÖ sogar mit einer Petition.

Dichtes Gedränge in der „Rush Hour“ am Baumgartenberger Bahnsteig (Foto: Hochgatterer)
Dichtes Gedränge in der „Rush Hour“ am Baumgartenberger Bahnsteig (Foto: Hochgatterer)

Da zu den Hauptzeiten fahrplanbedingt zwei Züge gleichzeitig in den Bahnhof einfahren, kommt es immer wieder zu Drängeleien und gefährlichen Situationen für die jungen Fahrgäste. Lokführer der ÖBB machen sich berechtigte Sorgen, vor allem dann, wenn die Züge aus beiden Richtungen gleichzeitig einfahren – darauf wies Erich Wahl, Bezirksvorsitzender der SPÖ, im März 2020 bei einem Lokalaugenschein hin. Dieser macht nun erneut Druck für die rasche Behebung der Sicherheitsmängel. „Die Haltestelle in Baumgartenberg erweist sich als grobes Sicherheitsrisiko, das es rasch zu entschärfen gilt. Die prekäre Sicherheitssituation lässt keinen Aufschub einer Umgestaltung des Bahnhofes zu. Diese muss so bald als möglich in Angriff genommen werden. Wir wollen, dass sich rasch etwas ändert, bevor etwas passiert“, unterstreicht Wahl.

Ministerin zum Handeln aufgefordert

„Wir können nicht länger abwarten. Ich habe deshalb einen entsprechenden Antrag im Parlament eingebracht, der von der zuständigen Ministerin Gewessler rasches Handeln einfordert“, erläutert die SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz. „Zusätzlich wollen wir noch mehr Druck aufbauen, indem wir eine parlamentarische Petition eingereicht haben. Wir haben vor einem Jahr schon damit begonnen, Unterschriften in einer Petition zu sammeln. Jetzt bringen wir unser Anliegen ins Parlament, damit sich endlich etwas bewegt.“

Bürgermeister: „Alle Parteien in Planung involviert“

„Die Sicherheit am Bahnsteig hat oberste Priorität und ist mir sehr wichtig. In Gesprächen mit den örtlichen Schulen, vor allem dem Europagymnasium, wurde dieses brisante Thema schon mehrmals diskutiert. Dass dieser Großumbau einer längeren Planungsphase bedarf, ist uns und mir klar. Um Sicherheit zu gewähren, wurden daher in der letzten Zeit vermehrt die Bahn Securitys in Baumgartenberg eingesetzt“, informiert Bürgermeister Gerhard Fornwagner (ÖVP). Dieser weist darauf hin, dass bei der ersten Planvorstellung am 27. April 2020 alle Klubobmänner der im Gemeinderat vertretenen Parteien – ÖVP, FPÖ und SPÖ – anwesend waren und das Projekt von ÖBB-Planern samt zeitlicher Bauabfolge erklärt wurde. Ein weiterer Termin zur Planungsphase und Abstimmung folgte heuer am 16. März. „Laut dem Projektbeauftragten der ÖBB ist die Einreichung zum Umbau des Bahnsteiges heuer noch möglich. Erkundigungen zum aktuellen Stand des Projektes hat es seitens der SPÖ-Funktionäre Sabine Schatz und Erich Wahl bei mir nicht gegeben“, zeigt sich Fornwagner verwundert.

Umsetzung laut ÖBB im Jahr 2023

Auf eine Tips-Anfrage zum aktuellen Projektstand ließen die ÖBB wissen: „Die Arbeiten, die aktuell zur Modernisierung des Bahnhofs Baumgartenberg stattfinden, beziehen sich auf die Planungen. Das Projektteam der ÖBB erstellt die Pläne für den neuen Mittelbahnsteig, die Gemeinde Baumgartenberg ist darüber informiert. Es werden neben dem neuen Bahnsteig unter anderem auch eine moderne Beleuchtung, Sitzgelegenheiten und eine neue Beschilderung für den Bahnhof geplant. Der Start der Bauarbeiten wird aus heutiger Sicht 2023 erfolgen.“


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