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PERG. Visionen gibt es schon seit Jahren, doch nun wird es konkret: Bürgermeister Anton Froschauer will in Perg ein Gesundheits- und Primärversorgungszentrum realisieren.

Ärzte sollen sich in Perg schon bald besser vernetzen können. (Foto: S_L/Shutterstock.com)
Ärzte sollen sich in Perg schon bald besser vernetzen können. (Foto: S_L/Shutterstock.com)

„Die Gesundheitsversorgung wird in Zukunft viele Gemeinden vor große Herausforderungen stellen. Daher reicht es nicht mehr Ärzte anzusiedeln, sondern es muss mit den Gesundheitsanbietern geredet und es müssen umfassende Konzepte entwickelt werden. Mit dem Modell ‚Gesundheitsregion Perg‘ in Verbindung mit einem Primärversorgungszentrum wird es möglich, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zu reagieren“, sagt der Stadtchef.

„Gesundes Perg“

Bereits im Jahr 2008 wurden die ersten Bemühungen für ein Gesundheitszentrum unternommen. Mit einem Konzept, das alle Beteiligten sinnvoll vernetzen soll, sollen nun bis Ende 2022 die Weichen für ein Primärversorgungszentrum gestellt werden. Unterstützung bekommt die Stadt Perg dabei vom Medizin-Wissenschaftler Florian Stummer, der viel Erfahrung im Ausland gesammelt und das EU-Leader geförderte Pilotprojekt „Gesundes Ried“ begleitet hat. Dort kann man bereits nach vier Jahren Laufzeit auf einige Erfolge hinweisen. „Ziel eines solchen Kooperationssystems ist ein aufeinander abgestimmtes strategisches Vorgehen, um Leistungen, Entwicklungspotentiale und Qualitätssicherung im Gesundheitsangebot zu optimieren“, informiert Stummer und sagt weiter: „Einer der wichtigsten Aspekte der Gesundheitsregion ist, die Primärversorgungseinheiten in einer Region zu verankern.“

Nächster Schritt: Details ausarbeiten

„Ein Primärversorgungszentrum ist mehr als ein Gebäude. Es gehören dafür alle handelnden Personen und auch die Bevölkerung in die einzelnen Planungsschritte mit eingebunden“, erklärt ÖVP-Fraktionsobmann Fabio König. Er ist für die konzeptionelle Umsetzung verantwortlich und sagt weiter: „Mediziner sollen sich wieder auf Patienten konzentrieren können und keine Unternehmer sein.“ Denn eine Gesundheitsregion lebt und handelt zwischen den bereits bestehenden Strukturen, die jedoch durch Ressourcenmangel wie Zeit, Geld oder Personal keine Chance mehr haben sich zu vernetzen. Momentan sind die Details im Entstehen. Konkrete Inhalte werden nach und nach präsentiert. „Ganz zum Schluss kommt das Gebäude“, betont König.


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