Transporteure fordern von Regierung Entlastung am Weg zur Ökologisierung
SCHWERTBERG. Vergangene Woche war Finanzminister Magnus Brunner bei der Firma Hödlmayr zu Gast. Die Unternehmensführung nutzte die Gelegenheit, um ihm dringende Forderungen der Transportbranche zu präsentieren.

Die steigenden Spritkosten und die anstehende CO2-Bepreisung stellen die Transporteure vor große Herausforderungen. Die WKOÖ-Sparte Transport hat deshalb ein Forderungspaket geschnürt, welches nun der Regierung übermittelt wurde. Bei einem Besuch von Finanzminister Brunner bei Hödlmayr in Schwertberg nutzten Johannes Hödlmayr, Johannes Hödlmayr jun., CFO Robert Horvath und COO Andreas Sundl die Gelegenheit, um mit dem Finanzminister die Forderungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Forderungen nach einer Absenkung der Mineralölsteuer, eine zweckgebundene Verwendung der Steuereinnahmen für die Förderungen alternativer Antriebstechniken, das Nachbessern der Härtefallregelung bei der anstehenden CO2-Bepreisung und auch eine zweckgebundene Verwendung der Mauteinnahmen.
Anschubförderungen für Investition in Wasserstoff-Technologie
Hödlmayr alleine hat im Jahr 2021 4,2 Millionen nur Mineralölsteuer für das verbrauchte Tankvolumen bezahlt. Eine Entlastung um nur 0,08 Cent würde da viel bringen. Finanzielle Mittel, die gut als Anschubförderung für alternative Antriebssysteme eingesetzt werden könnten, sind sich die Hödlmayr-Chefs sicher. Als Anreizinstrumente sehen die Transporteure auch eine Anhebung der Deckelung des Investitionsfreibetrages sowie eine Erhöhung der Mautbefreiung für alternativ betriebene Fahrzeuge. „Das Thema null Emission wird die Zukunft sein, wenn man den Fokus darauf legt, da stehen wir auch dahinter“, betont Johannes Hödlmayr. Auch Finanzminister Brunner sieht durchaus noch Möglichkeiten, vor allem was die Förderung von Wasserstoff betrifft. „Die Richtlinien müssen da sicher so gestaltet werden, dass jede Technik ihre Chance hat. Jede Einsparung von CO2 ist uns wichtig. Wasserstoff ist ein Allrounder, den wir sicher brauchen“, so Brunner. Einer Verschiebung der CO2-Bepreisung erteilte Brunner eine klare Absage, sonst hätte die ökosoziale Steuerreform keinen Sinn. Brunner zeigte sich aber tief beeindruckt von den vielen bereits erfolgten und geplanten Maßnahmen der Transporteure am Weg zur Ökologisierung.


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