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PERG. Bereits im September hat die Fachgruppe des Möbel- und Küchenhandels in Deutschland ihren Mitgliedern empfohlen, ihre Betriebe in der kalten Jahreszeit am Montag zu schließen, um Energiekosten zu sparen. Jetzt greift auch im Bezirk Perg die erste Firma diese Idee auf.

Bei Penz Einrichtung bleiben die Türen ab Jänner montags zu. (Foto: Primeßnig)
Bei Penz Einrichtung bleiben die Türen ab Jänner montags zu. (Foto: Primeßnig)

„Das Energiethema trifft uns alle und jetzt gibt es auch im Handel, vor allem in unserer Sparte, ein erstes Umdenken“, so Verena und Daniel Penz von Penz Einrichtung in Perg. Ab Jänner soll auch ihr Betrieb, sowohl das Möbelgeschäft im Perger Fachmarktzentrum als auch das Lager in Windhaag, am Montag geschlossen bleiben. „Genau können wir natürlich noch nicht sagen, wie viel wir uns da einsparen, aber wenn alles finster bleibt und alle Maschinen und Computer still stehen, wird das sicher einen Teil ersparen“, so Daniel Penz.

„Es geht aber nicht nur darum, sondern wir wollen auch mitarbeiterfreundlicher werden. Der Wunsch nach einer Vier-Tage-Woche war schon länger da. Und weil der Freitag bei uns ein wichtiger Tag ist für die Kunden, passt der Montag gut“, ist Verena Penz überzeugt. „Wir wollen aber nicht zurückfahren, sondern in vier Tagen produktiver werden. Schon jetzt ist es so, dass Mitarbeiter Termine auch am Abend annehmen, weil das die Kunden wünschen.“

Mehr Zeit für die Familie

Von den zwölf Mitarbeitern wird die Umstellung voll und ganz mitgetragen. „Dem Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, wird dadurch Rechnung getragen und das soll das ganze Jahr über so bleiben“, ergänzen Verena und Daniel Penz.

Mit der Einführung des „Green Monday“ ist das Unternehmen im Bezirk Vorreiter. Vielleicht könnten auch bald weitere Firmen dem Beispiel folgen.

„Unternehmer sein heißt auch, etwas ausprobieren zu dürfen oder sogar zu müssen“, ist Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Wolfgang Wimmer sicher. „Die herausfordernde Zeit, in der wir leben, ist nicht nur für alle Menschen, sondern besonders auch für die Unternehmen eine schwierige. Pandemie, Energiekosten und Fachkräftemangel zwingen uns gerade dazu, alles einmal zu überdenken. Wenn Unternehmen einen Versuch starten entgegenzusteuern, ist das nur zu begrüßen. In diesem Fall mit einer Umstellung der Geschäftszeiten kann ein Ansatz sein.“ Wichtig dabei sei, dass sowohl die Unternehmensleitung als auch die Mitarbeiter das gemeinsam mittragen, dann gelte es wohl nur mehr den Kunden davon zu überzeugen. „Und auch da werden wir als Konsumenten umdenken müssen. Terminvereinbarung ist hier das Zauberwort. Die Zeiten, wo geregelte Öffnungszeiten als Pflicht angesehen werden, wird es künftig in vielen Branchen nicht mehr geben. Genauso wird es aufgrund des Fachkräftemangels notwendig werden, Gewohnheiten selbst in die Hand zu nehmen“, so Wimmer im Tips-Gespräch.

Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit – heißt ein sehr prägendes Sprichwort. Die momentane Situation heißt zusammenrücken und die Ärmel hochkrempeln und dann tauchen wir gemeinsam durch.“


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