Arbeitsmarkt im Bezirk Perg: Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent
BEZIRK PERG. Die Arbeitsmarktdaten im Juli 2024 im Bezirk Perg zeigen ein ähnliches Bild wie in den vergangenen Monaten. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent liegt der Bezirk unter dem Oberösterreich-Durchschnitt von 4,5 Prozent. Die Beschäftigung ist auf hohem Niveau rückläufig.

„Die Arbeitsmarktdaten im Juli zeigen ein ähnliches Bild wie in den Monaten zuvor. Der hohe Druck in einzelnen Wirtschaftszweigen führt weiterhin zu steigender Arbeitslosigkeit und einem deutlichen Rückgang an offenen Stellen. Auch wenn wieder mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sind, fehlen oft Qualifikationen, die am Arbeitsmarkt dringend benötigt werden. Die Beschäftigungszahlen sind rückläufig, wobei die Gesamtbeschäftigung im Bezirk weiterhin auf hohem Niveau bleibt“, erläutert Stefan Gringinger, Geschäftsstellenleiter des AMS Perg, die Arbeitsmarktsituation im Bezirk Perg im Juli 2024.
1.122 Personen arbeitslos gemeldet
Im Juli waren beim AMS Perg 1.122 Personen arbeitslos gemeldet (davon 585 Frauen und 537 Männer), was ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Juli 2023 (Juli 2023: 993 Personen). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist dabei in allen Altersgruppen zu verzeichnen.
Zum Anstieg tragen laut AMS Perg maßgeblich fehlende Qualifikationen bei: 45 Prozent der im Juli beim AMS gemeldeten Personen verfügen nur über einen Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossene Ausbildung. „Das AMS versucht, mit den zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten bestmöglich gegenzusteuern“, so Gringinger.
380 Personen waren im Juli 2024 in Schulungen, ein Plus von 12,5 Prozent zum Vorjahresmonat.
490 offene Stellen gemeldet
Rückläufig zeigt sich der Stellenmarkt: 490 offene Stellen waren im Juli beim AMS Perg gemeldet. Im Juli 2023 waren es 743. Trotz dieser Entwicklung herrscht nach wie vor ein Arbeits- und Fachkräftemangel. Obwohl laut AMS Perg weniger Stellenzugänge in den Bereichen Produktion (minus 45 Prozent), Arbeitskräfteüberlassung (minus 33 Prozent) und dem Handel (minus 26 Prozent) zu beobachten seien, gebe es selbst in diesen Branchen nach wie vor Betriebe, die händeringend nach Fachkräften suchen.


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