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PEUERBACH. Wände und Decken sind mit schwarzem Schaumstoff verkleidet, auf dem Boden wurden Perser-Teppiche ausgelegt. Schlagzeug, Gitarren und Musikboxen dominieren den geschätzt zehn Quadratmeter großen Raum. Ein Poster von Nirvana-Sänger Kurt Cobain an der Wand gilt als Inspirationsquelle, wenn sechs junge Menschen zur Tür hereinkommen, um ihrer Leidenschaft, dem Musikmachen, nachzugehen. Kurze Zeit später vermischen sich Trompetenklänge mit fetziger Gitarrenmusik und Bass-Sounds mit englischen und Mundart-Texten.

Kilian, Simon, Patricia, David, Dominik und Sebastian von der Band „Reskimo“
Kilian, Simon, Patricia, David, Dominik und Sebastian von der Band „Reskimo“

Die junge Band „Reskimo“ aus Peuerbach überrascht mit einzigartiger Musik, die den Zuhörer sofort in ihren Bann zieht. „Reskimo“, das sind Gitarrist David Grininger (19) aus Peuerbach, Bassistin Patricia Hobisch (18) aus Natternbach, Gitarrist Simon Hinterberger (19) aus Heiligenberg, Sänger Kilian Kröswagn (19) aus Steegen, Schlagzeuger Sebastian Siegel (17) aus Peuerbach und Dominik Hainzl (20) auf der Trompete. Die sechs spielen erst seit vergangenen November in dieser Formation. Hört man ihnen allerdings zu, mit wie viel Leidenschaft, kreativen Texten und Klängen sie Musik machen, könnte man meinen, dass die Band bereits seit mehreren Jahren gemeinsam auf der Bühne steht. Wie würden die sechs ihre Musik beschreiben? „Die Lieder sind fetzig. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Einflüssen. Mit zwei Gitarren haut das ziemlich rein, wir haben auch scharfe Solos dabei. Wir spielen mit viel Druck, es ist aber keine harte Musik, sondern einfach rockige und kernige Indie-Musik“, erklärt Bandmitglied Simon. „Es ist anders als das meiste – es ist keine Volksmusik und keine Klassik. Die Trompete ist unser Alleinstellungsmerkmal“, ergänzt Gitarrist David. Die einzelnen Mitglieder der Band „Reskimo“, der Name ist Programm, hat aber laut den Musikern „eigentlich gar keinen Sinn“, harmonieren perfekt. „Oft feilen wir an einem Lied lange und oft passt es auf Anhieb. Wir wollen auch immer coole Passagen einbauen“, meint Simon. „Wir spielen immer einfach drauf los. Und wenn wieder jemand einen kreativen Moment hat, bringt jeder seine Ideen ein“, erzählt Patricia, die sich das Bassspielen selbst beibrachte. Auch Gitarrist David träumte bereits als Kind von einer eigenen Band: „Ich habe früher immer Tennisschläger an meine Freunde ausgeteilt und schon konnte es losgehen“. „Wir schreiben alle Lieder selber, wir jamen einfach irgendwie dahin und basteln Trompetensound, Gitarrensolos und Text zusammen“, erklärt Simon und meint, dass die Band nicht Musik mache, um irgendwann Geld damit zu verdienen. „Es geht um die Gaudi und nicht um Ernst“, meint Simon, „aber ein Auftritt beim Nova Rock oder auf dem Frequency, vor 100.000 Leuten, das wäre natürlich schon irgendwo ein Traum von uns“.

Reskimo spielen bei Bandcontestfinale in Wien

Bei der Vorrunde des „Local Heroes Bandcontest“ schafften die Musiker die Qualifikation für das Gebietsfinale. „Wir hätten nie gedacht, dass wir weiterkommen. Wir wollten es einfach probieren, Erfahrungen sammeln, wir machten uns nicht viel Druck“, erzählt Simon. „Es ging uns mehr darum, dass wir einen Auftritt haben. Es war das größte Gefühl, wenn du weißt, du fährst mit deinen Bandkollegen in einem Bandbus zu einem Auftritt.

Nach dem sensationellen Erfolg für die Band „Reskimo“ aus Peuerbach bei der Vorrunde des „Local Heroes Bandcontest“ in Linz, traten die sechs Peuerbacher am 16. April gegen Bands aus Salzburg, Tirol und Oberösterreich an. Im Gebietsfinale, das in der Spinnerei Traun ausgetragen wurde, spielte sich die junge Band erneut in die Herzen der Zuhörer und belegte bei der Publikumswertung den ersten Platz. Dieser Erfolg katapultiert die Peuerbacher geradewegs ins Finale, das am 28. Mai in der Arena in Wien stattfindet.


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