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Fat Chester: „Punkrock ist Lifestyle“

Sabrina Lang, 28.11.2017 15:03

ST.MAIRENKIRCHEN/PEUERBACH. „Punkrock ist nicht gleich Springerstiefel, Aufnäher oder Nieten-Lederjacken - Punkrock ist das, was man daraus macht“, sind sich die Bandmitglieder von Fat Chester einig. Mit ihrer Musik wollen sie vor allem eines: laut aussprechen, was sich viele nur leise denken trauen. Am 2. Dezember treten die fünf Vollblutmusiker im Café Auflauf in Peuerbach auf.

Hannes Panzenböck, Patrick Knogler, Thomas Stütz, Michael Weiß und Stefan Haider sind die Punkrock-Band Fat Chester.

Wenn die Bandmitglieder von „Fat Chester“ in ihre eigenen „Acht Wände“, einem Zwei-Zimmer-Proberaum, einladen, dann wird es rockig und laut. Die fünf Musiker leben und lieben ihre Musik, den Punkrock. Bevor gemütlich bei einem Bier über die Ecken und Kanten des Erdballs philosophiert und an neuen Songtext-Zeilen gefeilt wird, wird erstmal gesungen und Gitarrensounds mit Schlagzeug-Beats vermischt. Was dann herauskommt, soll Musik sein „die auch den Leuten draußen gefällt, weil uns gefällt es ja eh schon“, meint Stefan Haider, Sänger und Frontman von Fat Chester. Die Musiker schreiben alle ihre Songs selber.

Ein großes Stück Freiheit

Mit Punkrock könne man anders sein, sich einem großen Stück Freiheit bedienen. „Wir sagen das, was sich viele denken aber nicht sagen trauen, weil sie dann nicht mehr ins Schema passen“, erklärt Haider. Mit ihrer Musik haben sie auch ein definiertes Ziel: „Wir wollen die Szene wieder beleben und den Zugang für jeden schaffen“, so der Sänger. Die Band bedient sich dem Punkrock auf ihre eigene Weise, nicht extrem politisch, nicht schockierend, sondern zum Nachdenken. Man singt über Gesellschaftsthemen, wobei der Spaß an der Musik immer im Vordergrund steht. „Es ist so toll auf der Bühne zu stehen und man sein kann, wer man ist. Wir stehen alle mitten im Leben, haben einen Job. Der Punkrock ist für jeden von uns ein Stück Freiheit“, meint Gitarrist Thomas Stütz. „Und Punk Rock ist „Lifestyle““, ergänzt Patrick Knogler. „Es ist eine gewisse Art wie man lebt, wie man das Leben durchzieht und dafür steht, was man ist.“

Schwierigkeiten einer jungen Band

„Fat Chester“ feiert im Jänner einjähriges Bestehen. Als Newcomer-Band hätte man es besonders schwer, denn viele Lokalitäten hätten oft nicht die Möglichkeiten, Konzerte oder Auftritte zu organisieren. „Als österreichische Band hat man es schwer, dass man zu Auftritten kommt, die sich auch auszahlen.“ Ein Netzwerk aufzubauen sei oft gar nicht so einfach. „Wir vermarkten uns komplett selber, wir wollen unser eigenes Label sein. Wir verkörpern Eigenes – das ist Punk“, erklärt Stefan Haider.

Album aufgenommen

Das Album der fünf jungen Musiker trägt den Titel „Another boring day in paradise“, auf deutsch: „ein weiterer langweiliger Tag im Paradies“. Thomas Stütz erklärt den Hintergrund: „Wir leben in einem Paradies, aber es gibt so viele Leute, die unzufrieden sind, die mehr wollen. Das ist alles egal. Es soll einem gut gehen, mit dem was man macht“ und Stefan Haider ergänzt: „Das Paradies ist der Rahmen, in dem wir alle leben. Das Problem ist für viele, dass es fad ist. Wir wollen mit unserer Musik die Lösung dafür sein.“

Die Band

Hannes Panzenböck (32) aus St. Marienkirchen (Schlagzeug)

Patrick Knogler (30) aus Aschach (Rhythmus-Gitarre)

Thomas Stütz (30) aus Peuerbach (Lead Gitarre)

Michael Weiß (32) aus Neukirchen (Bassist)

Stefan Haider (23) aus Peuerbach (Frontman und Sänger)

Auftritt in Peuerbach

Samstag, 2. Dezember, 20.30 Uhr

Café Auflauf Peuerbach mit den Bands Fat Chester, Sunstain aus Linz und Ferrum (Graf Hagula“s) aus Peuerbach

Unter dem Motto „Eintritt ist scheiße“ ist der Eintritt frei.

Um die Kosten für Tontechnik und Bands abzudecken, wird um eine freiwillige Spende gebeten.


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