Peuerbacher Jägerschaft verärgert: Lebendfallen mutwillig zerstört
PEUERBACH. Verärgerung herrscht bei den Peuerbacher Jägern. Immer wieder sind die Lebendfallen im Wald Ziel von „Anschlägen“. Wurden die Fallen bisher nur manipuliert, also ausgelöst, fand beim jüngsten Vorfall eine komplette Zerstörung statt.

Die Jägerschaft hegt und pflegt die übertragenen Reviere und betreibt auch Fallenjagd für den Schutz der Bodenbrüter. „Um einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten, ist das unbedingt auch erforderlich und vom Gesetz erlaubt“, erklärt der Peuerbacher Jagdleiter Johannes Hochmayr.
Gefahr für Haustiere nicht gegeben
Unwissende würden laut Hochmayr eine Gefahr für ihre Haustiere sehen. Lebendfallen dienen laut dem Jäger dazu, Raubwild zu fangen, da diese keine natürlichen Feinde mehr haben und sich auch explosionsartig vermehren. Gefangen wird der Fuchs, der Marder, die Elstern und Krähen. In den seltensten Fällen komme es vor, dass sich auch eine Katze darin verirrt, vermutlich auf Grund des Mäusegeruchs, meint Hochmayr. „Eine Lebendfalle fängt die Tiere lebend, unversehrt und entspricht der aktuellen Fangordnung – dem Haustier passiert natürlich nichts. Katzen werden von uns immer freigelassen“, stellt der Jagdleiter klar. Es soll der Druck auf das Niederwild, also Feldhase, Fasan und Rebhuhn, verringert werden und ein artenreicher Wildbestand erhalten bleiben. Im Fall der zerstörten Lebendfallen hat sich Hochmayr entschlossen Anzeige wegen Sachbeschädigung zu erstatten.


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