"Froh über den Zuzug"
PINSDORF. Dank mehrerer Wohnbauprojekte wird die Einwohnerzahl von Pinsdorf bald die 4000-Einwohner Marke überschreiten. Auch sonst tut sich einiges, wie Bürgermeister Dieter Helms im Tips-Gespräch erzählt.

Tips: Was in Pinsdorf auffällt, sind die in Bau befindlichen und neu errichteten Wohnbauten. Ist der Bedarf wirklich so groß?
Dieter Helms: Ende August werden 36 von „Familie“ im Bereich der Sportplatzstraße errichtete Mietwohnungen übergeben, Anfang Oktober 55 Miet- und Mietkaufwohnungen der WSO in Wiesen. Dazu kommt ein von der GSG geplantes Projekt mit 94 Wohnungen auf dem Areal der ehemaligen Wagnerei Spiesberger.
In Summe sind das fast 200 Wohnungen – das wird die Einwohnerzahl in Pinsdorf stark erhöhen und hat damit auch weitere Auswirkungen. Wir müssen im September eine provisorische siebte Kindergartengruppe errichten, um den Bedarf decken zu können. Die Genehmigung für den weiteren Ausbau ist bereits vorhanden. Bei der Krabbelstube scheint es, als können wir den Bedarf derzeit abdecken. In der Schule hingegen könnte es sein, dass wird eine weitere Klasse brauchen – derzeit sind 50 Kinder für die erste Klasse angemeldet. Wir sind aber trotz dieser Aufgaben sehr froh über den Zuzug. Immerhin hatten wir vor einigen Jahren noch Sorge, ob wir in der Volksschule nicht vielleicht Klassen reduzieren müssen.
Tips: Ein starkes Wachstum gibt es auch beim Musikverein, wo nun sogar das Musikheim ausgebaut wurde.
Helms: Das alte Heim war für 40 Instrumente geeignet, die aktuelle Stammbesetzung sind aber 56 Mann. Zudem ist das Heim jetzt barrierefrei, was nicht zuletzt auch für das Schlagwerk eine große Erleichterung ist.
Tips: Pinsdorf arbeitet schon länger daran, ein neues Betriebsbaugebiet zu erschließen. Welche Fortschritte gibt es hier?
Helms: Wir sind einen großen Schritt vorwärts gekommen: Die Verkehrszählung in Wiesen hat ergeben, dass das Verkehrsaufkommen für eine zweispurige Kreuzungslösung zu hoch ist. Es konnte daher nun eine kreuzungs- und nivaufreie Aufbindung geplant werden, die auch vom Land her akzeptiert wird. Eine Voraussetzung für die Verkehrslösung war auch ein Umwidmungsvertrag auf ein Betriebsbaugebiet. Dieser ist nun ebenfalls vorhanden.
Tips: Stichwort Verkehr: Wann kommt die versprochene Spangenverbindung nach Gmunden?
Helms: Das ist eine Frage, die mir auch viele Bürger stellen. Sie war für den heurigen Frühling geplant und wird – hoffe ich – bald umgesetzt. Das liegt aber vor allem in der Hand der Stadtgemeinde Gmunden.


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