Steuerbelastung hat die Grenze schon überschritten
Puchenau. Stagnierende Wirtschaftszahlen, Löhne und Pensionen, die kaum mehr steigen. Das sind nur einige der Probleme mit dem der Wirtschaftstandort Österreich und auch der Bezirk Urfahr-Umgebung, zu kämpfen hat. Für Bernhard Böhm, Regionsvorsitzender der Jungen Wirtschaft, ist es daher an der Zeit, grundlegende Dinge zu ändern.

Seit einigen Jahren betreibt der gelernte Koch Bernhard Böhm in Puchenau eine Spedition, und das höchst erfolgreich. Tausende Pakete monatlich werden durch seine Kenntnisse zu Empfängern weltweit zugestellt. „In meiner Karriere ist nur ein Paket verloren gegangen und das war in Haiti nach dem Erdbeben“, erklärt Böhm. Obwohl Böhm seine Selbstständigkeit schätzt, glaubt er, dass es jungen Menschen nicht leicht gemacht wird, ein Unternehmen zu gründen. „Die bürokratischen Hürden sind in Österreich ein Wahnsinn. Noch dazu erhält man von zuständigen Stellen nicht immer konkrete Auskünfte, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um ein Gewerbe ausüben zu dürfen.“
Dass Böhm mit derartigen Aussagen auch in den eigenen Reihen oft aneckt, stört ihn nicht: „Ich habe Kinder und möchte mir nicht irgendwann vorwerfen, dass ich zu gewissen Dinge – die man ändern sollte – geschwiegen habe. Angepasste Menschen, die zu allem Ja und Amen sagen, gibt es schon mehr als genug. Dazu brauch ich nicht auch noch gehören. Daher sage ich immer meine Meinung, auch wenn es andere stört.“
Konkrete Forderungen an die Politik
Bis vor einiger Zeit beschäftigte Böhm auch einige Mitarbeiter. Heute führt er die Spedition nur mehr mit seiner Frau. „Wenn man zwei Mitarbeiter hat, würde man schon fast noch einen eigenen Mitarbeiter beschäftigen müssen, der sich um den bürokraktischen Aufwand kümmert“, erklärt Böhm. Doch nicht nur dieser Umstand ärgert den Puchenauer. Böhm: „Die Steuerbelastung hat die Grenze schon längst überschritten. Um einen Wirtschaftsaufschwung zu ermöglichen, müsste die Einkommenssteuer massiv gesenkt werden.“ Und noch ein Misstand stößt dem Vertreter der Jungen Wirschaft sauer auf: „Viele Poltiker und Beamte verdienen viel zu viel. In vielen Bereichen fehlt uns das Geld und Spitzengagen im öffentlichen Dienst sind anscheind kein Problem.“ <


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