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Bürgermeister von Puchenau: „Die Au ist und bleibt unser beliebtes Naherholunsgebiet“

Andreas Hamedinger, 30.11.2016 11:03

PUCHENAU. Ein neuer Radweg soll durch Puchenau führen. Der Bürgermeister der Gemeinde, Gerald Schimböck, sieht den Bau als sehr große Chance.
 
 

Gerald Schimböck hofft, dass der neue Radweg attraktiv werden wird. Foto: Eikonas/Günther Achleitner

Tips: Was sagen Sie zum neuen Radweg?

Schimböck: Der neue Radweg von Puchenau nach Linz ist eine große Chance, sicher und vor allem abseits der Bundesstraße mit dem Rad nach Linz zu fahren. Besonders entgegenkommend wird es für Familien mit Kindern sein, wenn das Risiko, dass ein Kind auf die Bundesstraße stürzt, wegfällt. Personen, die das Rad am Weg zur Arbeit benutzen, können in den Morgen- und Abendstunden blendfrei und bei Schlechtwetter geschützt vom Spritzwasser der Bundesstraße unterwegs sein.

Tips: Sind Sie mit der geplanten Routenführung zufrieden?

Schimböck: Seit mehreren Jahren läuft eine Arbeitsgruppe des Landes zum Thema Nahverkehrskonzept Linz Umland, wo die Radhauptrouten ein zentrales Thema sind. Mit den geplanten Vorarbeiten zur A 26 Brücke wird der Radweg in diesem Bereich auf den Treppelweg verlegt. In diesem Zusammenhang wurde die Idee aufgegriffen, den Weg weiter entlang der Donau bis zum Heizwerk zu führen und anschließend nördlich der Sportanlagen bis zur ersten Kreuzung in Puchenau. Schwierig ist die Wegführung durch Puchenau. Eines ist jedoch für alle Puchenauer Gemeindeverantwortlichen klar: Es wird keinen Radweg durch die Au und keinen Radweg durch die Gartenstädte geben. Die Au ist und bleibt unser beliebtes Naherholungsgebiet.

Tips: Gibt es seitens der

Gemeinde Verbesserungsvorschläge?

Schimböck: Nach dem Vorliegen der aktuellen Pläne läuft ein Meinungsfindungs- und Diskussionsprozess in den Gemeindegremien, danach soll es einen Grundsatzbeschluss durch den Gemeinderat geben.

Tips: Diskutiert wird auch die Kostenfrage. Wird der Bau das Gemeindebudget belasten?

Schimböck: Die Kostenfrage ist noch nicht ausdiskutiert, jedoch gibt es Signale, dass sich die ASFINAG mit einem erheblichen Kostenanteil beteiligt, wenn die Unterführung nach der A 26 Brücke nicht errichtet werden müsste. Diese Chance würde es für Puchenau kein zweites Mal geben.

Tips: Werden durch den Radweg wirklich mehr Pendler mit dem Rad nach Linz fahren? Oder wird es „nur“ eine touristische Aufwertung der Region werden?

Schimböck: Der Radweg entlang der Bundesstraße bringt viele Gefahrenmomente mit sich. Viele Einzelpersonen, aber vor allem Familien meiden den Radweg entlang der B 127. Eine sichere und attraktive Wegführung wird vor allem mehr Alltagsradler bringen und somit weniger Individualverkehr auf der Straße. Mit der geplanten Radbrücke in Linz würde der Umstieg auf das Fahrrad noch attraktiver.


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