Missionsschwester Maria Corda aus Puchkirchen verstarb in Südafrika am Coronavirus
PUCHKIRCHEN. Sr. Maria Corda Waldhör verstarb in Mthatha am Coronavirus. Es waren die ersten Corona-Fälle in einem Konvent in Südafrika, innerhalb kürzester Zeit gab es fünf Todesfälle.

Glen Avent ist das Provinzialat der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut. 40 Schwestern umfasst die Gemeinschaft und dient auch als Heim für die Älteren. Am 12. Juni verstarb Sr. Maria Corda. „Ich habe sie noch ein paar Tage zuvor angerufen, um zu hören, wie es ihr geht“, so Pater Winfried Egler. „Da war bei ihr noch keine Befürchtung von Corona.“
Laut Egler wurden mittlerweile alle Schwestern auf Covid-19 getestet, 17 davon positiv. Alle positiven Fälle wurden in einen eigenen Trakt verlegt. Jene Schwestern, die zwar positiv sind, aber keine Symptome zeigen, kümmern sich um die Alten und gesundheitlich Angeschlagenen.
Seit 50 Jahren Missionarin
Inzwischen betreuen auch ein Arzt und Krankenschwestern die Infizierten. Schwester Maria Corda Waldhör wurde am 25. Juli 1940 in Puchkirchen am Trattberg geboren. Mit 18 Jahren trat sie dem Orden der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Wernberg bei. Seit 50 Jahren war sie als Missionarin in Südafrika.
Gemeinsam mit einem Team engagierter Mitarbeiter gab sie ihr Bestes, um jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen in Nähen, Töpfern, Kunsthandwerk und in der Fertigung von Lederwaren auszubilden. Ihr Herz und ihr Einsatz gehörten in ihrem letzten Lebensabschnitt insbesondere diesen Menschen: Persönlich hatte sie über Jahre hinweg mit schweren Wirbelsäulenerkrankungen und einer Reihe von Operationen zu kämpfen, begleitet von oft großen Schmerzen.
Heimaturlaub wäre geplant gewesen
Sie starb am 12. Juni 2020 im Glen Avent Convent, Mthatha, im 80. Lebensjahr und im 60. Jahr ihrer Profess. „Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich so vielseitig gewähren ließ. In jeder Situation habe ich ein erfülltes Leben erfahren“, so Sr. Corda Maria Waldhör in ihren abschließenden Worten zum Beitrag über ihr Leben im Buch „Mission und kirchliche Entwicklungszusammenarbeit aus Oberösterreich - Aus der Freude am Evangelium – im Dienst an den Menschen“.
Für heuer hätte Sr. Maria Corda ihren Heimaturlaub geplant gehabt, um anlässlich ihres 80ers ihre Familie, die Schwesterngemeinschaft in Österreich und Freunde zu besuchen.


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