Grabmulden aus dem Frühmittelalter bei Bauarbeiten in Pucking entdeckt

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David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 18.09.2019 08:10 Uhr

PUCKING. Nach dem Fund von Knochenresten auf einer Baustelle in Pucking stellte sich heraus, dass diese menschlichen Ursprungs sind. Archäologen datierten die Funde auf das 6. bis 8. Jahrhundert. 

Nachdem Bauarbeiter auf die Knochen gestoßen sind, wurden Grabungen mit einem Archäologenteam des Bundesdenkmalamtes durchgeführt. Nach der Abtragung der oberen Erdschicht sind in der Nähe weitere Grabmulden gefunden worden, aus denen auch fünf vollständige menschliche Skelette geborgen wurden, die jetzt anthropologisch untersucht werden. Klar ist, dass die Grabstätte aus dem Mittelalter stammen dürfte und rund tausend Jahre alt ist.

Darin fanden die Archäologen auch Beigaben wie Ohrringe und Perlen, welche jetzt genauer analysiert werden. Davon erhoffen sich die Archäologen, eine genauere Zeitbestimmung durchführen zu können. Bei einem Lokalaugenschein zeigten sich die Bauarbeiter erleichtert, dass es zu keiner längeren Verzögerung gekommen war, die Arbeiten wurden Ende vergangener Woche bereits wieder aufgenommen.

Weitere Funde möglich

Der Trauner Archäologe Wolfgang Klimesch kann aber nicht ausschließen, dass in dem Areal noch etwas gefunden werden könnte: „Es ist eine historische Besiedelung bekannt. Pucking ist immer wieder für Überraschungen gut, das war nicht der erste Fund.“ Das bestätigt auch Puckings Bürgermeister Robert Aflenzer (ÖVP): „Laut Pfarrchronik sind 1940 schon einmal Funde gemacht worden.“

Skelette sollen in Museum

Das Gesetz sieht vor, dass die Knochen zu 100 Prozent dem Grundbesitzer gehören, sobald die Auswertungen abgeschlossen sind. Die Archäologen hoffen jedoch, dass die Funde in eine öffentliche Sammlung gebracht werden. „Die Skelette haben eigentlich keinen monetären Wert“, so Klimesch, „aber was damit passiert, entscheidet der Grundbesitzer.“

Ob die Ohrringe und Perlen mehr wert sind, hängt vom Seltenheitscharakter der gefundenen Gegenstände ab. „Dazu gibt es eigene Gutachter“, erklärt der Trauner Archäologe.

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