Ein Mord in Raabs an der Thaya
RAABS/THAYA. Der in Steyr lebende Autor Josef Preyer hat einen neuen Kriminalroman veröffentlicht. „Rankenspiel“ lautet der Titel, Schauplatz der Handlung ist Raabs/Thaya und Umgebung. Im Zentrum stehen drei Gärtnerinnen, die in einen Mordfall verwickelt werden.
Von ERICH SCHACHERL

Im Mittelpunkt des „Gartenkrimis“ stehen der Japanische Staudenknöterich (lat. Fallopia japonica) und die drei Gärtnerinnen und Freundinnen Lia Sonnberger, Pia Hermann und Maria Lamprechter. Maria ist Besitzerin der Gärtnerei Thayamühle, Pia und Lia arbeiten für sie. Alle drei sind Witwen und haben die Verluste ihrer Männer noch nicht wirklich überwunden. Lia und Maria leben gemeinsam in einer alten Mühle an der Thaya, Pia bewohnt eine Fischerhütte am Fluss. Der Auftrag, den Park eines renovierten Schlosses neu- und umzugestalten, bringt die drei in Verbindung mit der Familie Winkler, denen das Anwesen gehört. Gartenarchitektin Lia Sonnberger spürt den Platz vom ersten Moment an unangenehm: „Dieser Garten hat etwas Negatives an sich. Ein Garten des Bösen“. Einen ebenfalls eher negativen Eindruck hinterlässt die Hausherrin Ruth Winkler: „Ich mag solche Frauen nicht. Zu viel Zeit, zu viel Geld“, meint Maria. „Zu viel männliche Hormone„, sagt Lia, während Pia beeindruckt ist: „Mir imponiert es, wenn eine Frau weiß, was sie will“.
Schwierige Familie
Mit dem Fortschreiten der Gartengestaltung bekommen Lia, Pia und Maria immer tiefere Einblicke in das Leben der Winklers und erkennen, das Ruth Winkler ähnliche Eigenschaften hat, wie der Staudenknöterich: „...die sich in das Leben anderer drängte wie der Staudenknöterich in den Garten, der dort, wo er sich ausgebreitet hatte, nichts anderes gedeihen ließ. Ruth Winkler, der Staudenknöterich des Czibulka-Schlösschens...„, kommt Lia in den Sinn. Ihrer manisch depressiven Stieftochter Hannah ist Ruth Winkler eine gluckenhafte und übermächtige Mutter. Stiefsohn Simon ist es gelungen, sich des mütterlichen Einflusses zu entziehen, er hat sein eigenes Leben in Raabs/Thaya als Computerfachmann aufgebaut, kracht mit ihr allerdings immer wieder heftig aufeinander. Ehemann Emil Winkler ist ein dubioser Geschäftsmann und Bankier, wohnhaft in St. Pölten, eine fragwürdige Person im Hintergrund.
Ein Mord geschieht
Der neue Garten wächst, der übermächtige Staudenknöterich wird bekämpft, die Beziehungen der Personen vertiefen sich. Dann werden in der Walpurgisnacht die Überreste von Ruth Winkler verbrannt im Staudenknöterich gefunden. Die Polizei sieht kein Fremdverschulden, die drei Gärtnerinnen sind überzeugt, dass es sich um Mord gehandelt hat. „Wir werden den Mörder finden und ihn vor Gericht bringen“, ist ihre Entscheidung. Und sie beginnen zu ermitteln, allen voran Pia Hermann, die frühpensionierte Chefinspektorin der Grenzpolizeiinspektion Drosendorf. Verdächtig sind natürlich Hannah, Simon und Emil Winkler. Da ist aber auch noch Max Pinsker, Mann für Alles im Schloss, unter anderem auch Liebhaber von Ruth Winkler. Und die tschechische Köchin Fiala.
Es spitzt sich zu
Dann begeht Hannah Winkler Selbstmord. Max Pinsker und Fiala droht die Entlassung, weil Emil Winkler das Schloss zu einem Urlausbdomizil umbauen will. Irene Berger taucht auf, die Schwester von Emil Winkler, im Charakter ähnlich wie die Ermordete. Und Pia Hermann verschwindet......
„Rankenspiel“ ist im deutschen, auf Kriminalliteratur spezialisierten Gmeiner-Verlag erschienen.
www.gmeiner-verlag.de


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