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BRAUNAU/INNVIERTEL. Unter tosendem Applaus wurde Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) vergangene Woche im Schloss-Stadl Ranshofen, Braunau, empfangen. Gesundheitsversorgung, Arbeit und Pensionen waren die großen Themen bei der Wahlkampfveranstaltung

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Mit einem Reisebus fuhr Bundeskanzler Christian Kern am Abend des 13. Septembers vor dem Schloss-Stadl in Ranshofen vor. Eine jubelnde Menge erwartete den Star der SPÖ bereits. Winkend, händeschüttelnd und für Fotos posierend bahnte er sich seinen Weg durch die Menge zu seinem Platz. Auch dort umringten ihn seine Fans, baten um Selfies und Autogramme und wechselten mit dem Kanzler ein paar Worte.

Währenddessen trat SPÖ-Landesrätin Birgit Gerstorfer ans Rednerpult und stimmte die Besucher und Funktionäre in dem übervollen Stadl darauf ein, ihr Kreuzchen am 15. Oktober bei der SPÖ zu machen. Man habe Verantwortung gegenüber den Gründervätern der SPÖ, den Mitstreitern und besonders den Menschen gegenüber, betonte sie.

Der Lengauer Landtagsabgeordnete Erich Rippl untermauerte dies: „Wir dürfen die soziale Kälte nicht ins Land ziehen lassen, sondern müssen die sozialdemokratische Handschrift weiterführen.“ Mit der Spitzenkandidatin für das Innviertel, Gabriele Knauseder aus Braunau, besuchte Kern am Nachmittag noch das Braunauer Krankenhaus St. Josef. Sie selbst ist dort tätig und kritisierte in ihrer Rede die mangelnde Gesundheitsversorgung in der Region: „Hier liegt noch einiges im Argen.“ Passend zu ihrem „Kernthema“ Gesundheit verteilte sie Äpfel als Give-Aways.

Schließlich betrat der Bundeskanzler die Bühne. Er glänzte mit Wissen über die Stadt und den Bezirk Braunau. Baute ansässige Betriebe und den Zusammenhalt zwischen den Städten Braunau und Simbach während der Flutkatastrophe in seine Rede ein, zeigte sich begeistert von der Stadt und dem drittgrößten Kirchturm Österreichs. Sogar den WSV-ATSV Ranshofen brachte er zu Wort und bedankte sich als Austria-Fan für den fulminanten Sieg über Rapid im Jahr 1999.

Zurück in die Erfolgsspur

Österreich müsse wieder zurück in die Erfolgsspur, gab er zu bedenken, dazu brauche es eine Trendwende in der Wirtschaft und damit zuerst in der Politik. Vor allem in Arbeitsplätze und Ausbildung müsse investiert werden: „In Zukunft müssen wir für einen Lehrling genausoviel Geld ausgeben, wie für einen Gymnasiasten.“ Auch mit manch Mitbewerber ging er ins Gericht: „Ich lasse mir mein Land nicht krank jammern und schlechtreden.“ Er wolle seinen „Plan A“ weiterverfolgen, vieles habe ja bereits umgesetzt werden können.


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