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OTTENSTEIN. Die Staumauer in Ottenstein wurde bereits öfters als Übungsgelände benutzt. In den vergangenen Tagen diente die 69 Meter hohe Anlage als Mutprobe für 25 Grundwehrdiener der Stabskompanie AAB4 (Aufklärungs- und Artilleriebataillon).

  1 / 3   Grundwehrdiener der Stabskompanie AAB4 beim Abseilen auf der 69 Meter hohen Staumauer des EVN Kraftwerkes Ottenstein. Foto: EVN / Moser

Die 25 Rekruten absolvierten ihren 70 km langen, dreitägigen Abschlussmarsch, der sie neben anderen Übungen zum Abschluss auch nach Ottenstein führte. Hier mussten sich die jungen Männer unter Leitung eines Bundesheer-Bergführers aus Tirol von der Stauseemauer abseilen: „Wir sind bemüht, die Ausbildung unserer Grundwehrdiener möglichst attraktiv, fordernd und abwechslungsreich zu gestalten. Hier auf der Staumauer steht das Thema Mut im Zentrum“, erklärt Hauptmann Thomas Kreutzer. Auch wenn es für einige eine große Überwindung darstellte, gab es niemanden, der nicht über seinen Schatten gesprungen ist. „Das ist wirklich beachtlich“, lobt Kreutzer seine Mannschaft.

„Viel zu schnell vorbei“

René Traxler-Weidenauer – einer der Grundwehrdiener – war direkt nach dem Abseilen noch sichtlich beeindruckt und begeistert: „Im Nachhinein war es leider viel zu schnell vorbei. Das wirklich schwierige war der anschließende Aufstieg über die Stufen, um wieder zur Staumauer zu kommen. Ich würde es auf jeden Fall wieder machen.“

EVN-Anlagen als Trainingsstätten

Erich Binder, Werksleiter des Speicherkraftwerks Ottenstein, freut sich, regelmäßig österreichische Einsatzeinheiten zu Gast haben: „Erst im vergangenen Herbst war die Sondereinheit WEGA bei uns zu Gast, nachdem sie sich zuvor vom einem EVN-Windrad in Japons abgeseilt haben.“

Strom für 20.000 Haushalte

Das Kraftwerk Ottenstein liegt am Fuß der 69 Meter hohen Gewölbesperre Ottenstein. Jede der vier installierten Turbinen erbringt eine Leistung von 12 Megawatt. Insgesamt wird somit Strom für etwa 20.000 niederösterreichische Haushalte erzeugt.


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